Verena Weller

Frauen auf den Finanzmärkten

Eine Fallstudie aus Montpellier im späten 13. Jahrhundert. 14 schwarz-weiße und 13 farbige Abbildungen, 4 schwarz-weiße Tabellen. 23,5 cm / 15,5 cm ( B/H )
Buch (Hardcover), 253 Seiten
EAN 9783506705310
Veröffentlicht Dezember 2026
Verlag/Hersteller Brill I Schoeningh
€ 118,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Montpellier, 1293/94: Dieses Buch holt die Frauen aus dem Schatten mittelalterlicher Wirtschaftsgeschichte. Im ältesten überlieferten Notariatsregister der Stadt tauchen sie ganz selbstverständlich als Vertragspartnerinnen, Schuldnerinnen, Gläubigerinnen und Vormundinnen auf - häufig entgegen den Bestimmungen des geltenden Rechts. In konkreten Fallbeispielen und anhand systematischer quantitativer Auswertungen zeigt die Studie, wie Frauen trotz formaler Einschränkungen auf den städtischen Finanzmärkten aktiv waren. So entsteht ein eindrucksvolles Bild städtischer Wirtschaftspraxis, in dem rechtliche Norm und gelebte Realität oft weit auseinanderklafften. Quellennah, analytisch und anschaulich erzählt, korrigiert dieses Buch gängige Vorstellungen von Geschlecht, Recht und Ökonomie im Mittelalter - und öffnet ein neues Fenster in den Alltag einer Handelsstadt am Mittelmeer.

Portrait

Verena Weller ist Postdoktorandin im ERC-Projekt PatriFem an der Universität Genua/Italien und aktuell Gastwissenschaftlerin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Zudem ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte der Universität Mannheim, wo sie 2024 promoviert wurde. Sie studierte Romanistik und Geschichte an den Universitäten Paris-Sorbonne IV/Frankreich, Umeå/Schweden und Mannheim/Deutschland. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.

Hersteller
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