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Eine wahre Geschichte. Werner geriet durch seinen elf Jahre älteren Bruder Jochen auf die schiefe Bahn. Wegen Autoklaus verbüßte er mit 15 eine Jugendstrafe in einem Jugendgefängnis. Noch auf Bewährung wurde er wieder festgenommen. Jochen besorgte ihm eine neue Identität. Es folgten Autodiebstähle, Einbrüche und ein Mord - alles Taten, die Jochen ihm befohlen, ihn dazu gedrängt hatte. Werner hatte schwer mit seinem Gewissen zu kämpfen, sein großer Bruder schien keines zu haben. Zwei weitere Morde folgten. Nach einem missglückten Waffenschmuggel wurde er in England verurteilt und danach ausgewiesen. Ihm wurde klar: Durch die Taten stand er in einer ausweglosen Abhängigkeit zu seinem Bruder, verknüpft mit bedingungslosem Gehorsam und Unterwürfigkeit. Sein Traum, Chirurg zu werden, schien ausgeträumt.
Der heute 77-jährige Werner Stennulat hatte ein erfülltes Leben, kam in seiner frühen Jugend auf kriminelle Abwege. Von seinem älteren Bruder sollten Kriminologen später vom Täter hinter dem Täter sprechen. Nach einer 5-jährigen Haft in Frankreich wegen bewaffneten Raubüberfalls wurde er wegen Mordes in drei Fällen nach Deutschland ausgeliefert und zu weiteren 9 Jahren Haft verurteilt. Alle drei Gutachter im Prozess waren von der Ernsthaftigkeit des geständigen Täters überzeugt, zudem erklärte sich der Sexualwissenschaftler Prof. Schorsch dazu bereit, ihn nach seiner Freilassung bis zur Geschlechtsumwandlung zu begleiten, denn er konnte sich eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft nur als Frau vorstellen. Erst Jahre später nahm er davon Abstand, nachdem er in seiner männlichen Rolle akzeptiert wurde, auch von vielen Freundinnen, die ihn während seiner Ausbildung zum Berufspiloten und seines Medizinstudiums begleiten sollten.