Wilkie Collins

Die Kasse von Herr Wray

Viktorianische Kurzprosa um Geldgeheimnis, Täuschung und moralische Prüfung. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,4 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 64 Seiten
EAN 9788028397104
Veröffentlicht Juni 2025
Verlag/Hersteller Copycat

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Beschreibung

Die Kasse von Herr Wray gehört zu Wilkie Collins' früher Kurzprosa und zeigt bereits jene Kunst der Spannung, aus der später der englische Sensationsroman hervorgehen sollte. Um ein scheinbar einfaches Behältnis, eine Kasse, ordnet Collins Fragen von Besitz, Vertrauen, Täuschung und sozialer Wahrnehmung an. Der Stil verbindet viktorianischen Realismus mit melodramatischer Zuspitzung: genaue Beobachtung bürgerlicher Umgangsformen steht neben Geheimnis, Verwechslung und moralischer Prüfung. So erscheint die Erzählung als kleines Labor jener Erzähltechniken, die Collins berühmt machten. Wilkie Collins, 1824 in London geboren, war Sohn eines Malers, juristisch ausgebildet und eng mit Charles Dickens verbunden. Diese biographischen Voraussetzungen erklären vieles: sein Blick für gesellschaftliche Fassaden, sein Interesse an Testamenten, Eigentumsrechten und verborgenen Abhängigkeiten, aber auch sein Sinn für theatralische Wirkung. Collins schrieb aus einer Kultur heraus, in der Recht, Familie und Geld das Privatleben tief bestimmten. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die viktorianische Erzählkunst nicht nur in ihren großen Romanen, sondern in ihrer konzentrierten Form kennenlernen möchten. Die Kasse von Herr Wray bietet eine knappe, kluge und unterhaltsame Einführung in Collins' Poetik des Geheimnisses.