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Das Buch schildert die Geschichte der sogenannten LO-Gruppe - eines Kreises junger Erwachsener in Frankfurt (Oder) in der unmittelbaren Nachkriegszeit -, die sich gegen die zunehmende Einflussnahme von SED und FDJ wandte und damit ins Visier der sowjetischen Besatzungsmacht geriet. Zwischen Juli 1947 und Mai 1948 wurden mehr als 40 Mitglieder der Gruppe sowie Personen aus ihrem Umfeld als vermeintliche Spione verhaftet und unter unmenschlichen Bedingungen im Potsdamer Untersuchungsgefängnis festgehalten, bevor sie vor sowjetische Militärtribunale gestellt wurden. Dort erhielten sie Haftstrafen zwischen 10 und 25 Jahren, die sie in Sowjetischen Speziallagern und DDR-Gefängnissen sowie in Workuta verbüßen mussten. Der Überlebenskampf und die Haftfolgen prägten auch ihr weiteres Leben. Über viele Jahre hinweg hat Wolfgang Buwert unzählige Quellen und Zeitzeugenberichte ausgewertet und daraus eine ebenso erschütternde wie aufrüttelnde Dokumentation über widerständiges Handeln, stalinistischen Terror und traumatisierende Hafterfahrungen geschaffen, die berührende Menschenschicksale und ein dunkles Kapitel Brandenburger Geschichte dem Vergessen entreißt.
Wolfgang Buwert, Diplomlehrer für Geschichte und Deutsch, war nach 1989 als Schulleiter tätig. Er lebt und forscht in Frankfurt (Oder), wo er von 1990 bis 2014 den Historischen Verein zu Frankfurt (Oder) e. V. als Vorsitzender leitete.