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Was bleibt, wenn nichts mehr bleibt? Als die Schwanninger Pest die Menschheit auslöscht, bleibt ausgerechnet er übrig. Ein verbitterter Grafikdesigner aus München. Kein Held. Kein Krieger. Kein Wissenschaftler. Nur ein Mann, der jahrelang am liebsten alleine gewesen wäre - und es jetzt tatsächlich ist. Mit einem gestohlenen Zeppelin, einem silbernen Wohnwagen und mehr Konservendosen als Menschenverstand macht er sich auf, herauszufinden, ob da draußen noch jemand lebt. Aber die Welt, die er vorfindet, ist nicht leer. Sie ist nur anders. Sehr anders. Der grandiose Auftakt der Zeppelin ZERO-Reihe der kanadischen Neuentdeckung auf dem Romanheftemarkt: Zechari F. Lorrens
Ein Gespräch mit Zechari F. Lorrens Zeppelin Zero ist dein erstes Buch. Wie kommt ein Ornithologie-Professor aus Calgary dazu, einen Apokalypse-Roman zu schreiben? Ich verbringe einen großen Teil meines Lebens damit, Vögel zu beobachten. Man sitzt stundenlang still, wartet, schaut. Irgendwann fängst du an, dir vorzustellen, wie die Welt aussehen würde, wenn die Vögel sie ganz für sich hätten. Daraus ist Zeppelin Zero geworden. Dein Ich-Erzähler ist kein klassischer Held. Er ist verbittert, sozial isoliert, ziemlich unangenehm. Er ist das, was passiert, wenn man zu lange wütend ist und niemanden mehr hat, dem man das sagen kann. Es hat mich interessiert, was mit jemandem wie ihm passiert, wenn plötzlich alle äußeren Reibungsflächen wegfallen. Keine Kollegen, keine Kunden, keine sozialen Medien. Nur er und die Stille. Und was passiert mit ihm? Er wird langsam wieder ein Mensch. Sehr langsam. Und sehr widerwillig. Du bist Kanadier, lebst in Calgary - warum spielt die Geschichte ausgerechnet in Bayern? I ch war als Doktorand zwei Jahre in München. Feldforschung, Zugvögel, Alpenvorland. Ich habe Bayern geliebt und gleichzeitig nie ganz verstanden. Diese Mischung aus Sturheit, Gemütlichkeit und latenter Weltuntergangsstimmung - das hat mich nie losgelassen. Außerdem wollte ich eine Apokalypse, die nicht in New York oder London stattfindet. Bayern hat etwas Archaisches. Wenn die Zivilisation irgendwo interessant verfällt, dann dort. Die Apokalypse beginnt in einer bayerischen Brauerei. Das ist ungewöhnlich. Mir war wichtig, dass es keine Hollywood-Apokalypse wird. Kein Labor, kein Supervirus, kein böser Wissenschaftler mit Masterplan. Sondern etwas Banales, fast Komisches. Etwas, das gut gemeint war. Das finde ich viel gruseliger. Warum ein Zeppelin? Weil ein Zeppelin langsam ist. Er passt zur neuen Welt - keine Eile mehr, kein Zeitdruck, kein Flugplan. Und weil man von oben alles anders sieht. Das brauchte dieser Erzähler. Abstand. Als Ornithologe verbringe ich mein Leben damit, die Welt aus der Perspektive von oben zu denken. Das steckt da vielleicht drin. Band 1 endet mit einem Cliffhanger. Wie viele Bände sind geplant? Fünf. Ich weiß, wo die Geschichte endet. Ich weiß, wen er findet. Und ich weiß, dass es nicht so wird, wie er sich das vorstellt. Das klingt, als würdest du deinem Erzähler nicht gönnen, was er sich wünscht. Doch. Ich gönne es ihm. Aber erst muss er ein bisschen leiden.