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Filme eröffnen nicht nur Perspektiven auf unsere Welt und die jeweiligen Gesellschaften, sondern sie schaffen eine eigene Welt: In ihr sind Zeit und Gedächtnis zentrale Kategorien. Damit hat sich die Filmtheorie schon früh befasst. Der scheinbar selbstverständliche Verlauf von Zeit, die objektive Wirklichkeit und die Trennung von Gegenwart und Vergangenheit können im bewegten Bild hinterfragt werden. Dieser Sammelband dokumentiert Beiträge von Filmseminaren, die vom Zentralrat der Juden in Deutschland veranstaltet wurden. Die Seminare verknüpften umfangreiche Filmprogramme mit Vorträgen, Filmgesprächen und Diskussionen und erkundeten so die vielschichtige Verbindung von jüdischer Erfahrung und Filmgeschichte - sowohl in der Analyse der Leinwandwerke als auch im Kontext ihrer Entstehung. Von der Darstellung jüdischer Identitäten über historische Aufarbeitungen, der Erfahrung von Exil und Migration, Film als Erinnerungsmedium, Geschlechterbildern, der Rolle der Musik bis hin zum Thema der Rache: Die Beiträge verdeutlichen, wie das Medium Film jüdische Narrative reflektiert und prägt. Der Band gewährt Einblicke in lebendige Debatten, theoretische Perspektiven und die kreativen Prozesse hinter den besprochenen Werken.
Mit Beiträgen von Johannes Becke & Tom Khaled Würdemann | Saskia Benter Ortega | Philipp Dinkelaker | Eik Dödtmann | Achim Doerfer | Nina Goslar | Irina Gradinari | Julie Grimmeisen | Doron Kiesel | Imme Klages | Andreas Lob-Hüdepohl | Jascha Nemtsov | Adrian Oeser | Eugen Pfister | Johannes Praetorius-Rhein | Naomi Rolef | Sebastian Schirrmeister | Véronique Sina | Christian Staffa | Joachim Valentin | Christiane von Wahlert | Hans-Jürgen Wirth | Lea Wohl von Haselberg