Mit "Friedenstüchtig werden" stellt Tocha gesellschaftsethische Fragen und sucht nach Antworten. Eins ist für ihn jedoch sicher: Das Nein zum Krieg, zur Kriegsertüchtigung und zur militärischen Bewaffnung muss lauter sein.
Alte Gewissheiten, so tönt es allenthalben, seien jetzt zu überprüfen und anzupassen: Frieden schaffen – das geht nur mit Waffen, diese Devise wird triumphierend verkündet. Wigbert Tocha widerspricht in "Friedenstüchtig werden" deutlich und zeigt: Pazifistinnen und Pazifisten haben die besseren, die zukunftsgerechten Argumente, die politisch folgenreich sind.
Begleitet vom Jazz-Duo ImPuls mit Dieter Krause am Kontrabass und Magnus Schmerfeld am Piano liest der Autor aus seinem Buch.
Der Eintritt ist frei. Um Voranmeldung wird gebeten unter: 06421 9998566 oder
marburg@buchhandlung-jakobi.de.
Willkommen in Moderberg! Der Auftakt einer herrlich schrägen Grusel-Reihe für Kinder ab 9 Jahren. Statt wie geplant mit seinen Eltern nach Rom zu reisen, soll der neunjährige Tim seine Ferien plötzlich bei seinem Opa Sherry in Moderberg verbringen. Der Ort ist total unheimlich und seinen ziemlich verschrobenen Großvater kennt er kaum. Und natürlich passieren gleich bei seiner Ankunft die merkwürdigsten Dinge: Katzen rauschen auf Rollstühlen den Hang hinab, Menschen verschwinden und Opa Sherry ernährt sich nur von Himbeermarmelade. In der Bibliothek des alten Hauses lernt Tim Eta kennen. Zusammen finden sie heraus, dass Opa Sherry ein Vampir ist - zum Glück ein friedlicher, der seine Villa, die in Wahrheit ein magisches Museum ist, mit viel Zitronenwasser vor bösen Artgenossen beschützt. Als der zwielichtige Graf Tatsel sich das Museum unter den Nagel reißen will, können Tim, Eta und Opa Sherry seine Pläne in letzter Sekunde durchkreuzen. Am Ende ist Tim sicher: Diese seltsamen Ferien waren seine besten überhaupt. Und er kommt bestimmt bald wieder!- Lustige Gruselgeschichte mit Magie, Vampiren und viel Humor- Band 1 einer coolen Kinderbuchreihe für alle ab 10 Jahren- Mit vielen witzigen Illustrationen von Karsten Teich
Was hat das Märchen des Rotkäppchens mit Hannahs Familiengeschichte zu tun? Und welche Rolle spielt der Wolf?
Während sich die Chirurgin Hannah im Zug auf der Rückreise aus dem Urlaub befindet, bewegt sich das Rotkäppchen in ihren Gedanken in entgegengesetzter Richtung durch das Märchen zum Haus der Großmutter. Hannah kommt vom Weg ab und trifft in Gotha auf Amo, eine weitere Großmutter. Gotha ist die Stadt, in der ihre eigene Großmutter während der Zeit des Nationalsozialismus gelebt hat. Durch einen Dachbodenfund weiß Hannah, dass sie und ihr Bruder unfreiwillig verbunden sind mit den nicht geborenen Kindern ihrer Großmutter. Zusammen mit Amo entspinnt sie die Generationen-Fäden aus der Vergangenheit, sie stoßen auf traumatische Familiengeheimnisse, begegnen einem harmlosen Wolf und verzwirnen alles zu einem bunten Garn. Als Leitfaden dient hier in immer neuen Verschlingungen das Märchen des Rotkäppchens.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung.
Ein frischer Blick auf ein Stück Weltgeschichte: Vor 250 Jahren segelten hessische Söldner mit den Briten nach Amerika, um die Rebellen George Washingtons zu entwaffnen. Hier wird ihre abenteuerliche Expedition nacherzählt - und die lässt einen staunen, hoffen und mitbangen - denn nichts läuft wie geplant. Scharenweise verlieben sich deutsche Grenadiere vor Ort und desertieren, gleichzeitig strömen den Protagonisten tausende von Sklaven entgegen, auf der Suche nach Freiheit - viele landen später in Kanada und auch in Kassel. Und wenn sie Washington doch noch gefangen hätten, dann wäre die Weltgeschichte ganz anders verlaufen.
Aus Anlass des einjährigen Bestehens der "Marburger Lyrik Initiative" wird es eine gemeinsame Lyrik-Lesung der Autoren Lothar Balzer, Stephan Dahlke, Ludwig Legge, Kristina Lieschke und Elke Therre-Staal geben: Fünf sehr unterschiedliche Autoren, die sich alle schon länger mit Lyrik beschäftigen und in Marburg publizieren, werden den Besuchern der Buchhandlung jeweils eine kleine Auswahl ihrer Gedichte präsentieren.
Ziel der von der Neuen Literarischen Gesellschaft initiierten "Marburger Lyrik Initiative" ist es, der im modernen Alltag kaum mehr präsenten literarischen Gattung der Lyrik durch diese und andere Aktionen zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Denn Lyrik wird unterschätzt und kann auch in unserer Zeit eine wichtige Rolle spielen, so die Meinung der beteiligten Autoren.
Die "Marburger Lyrik Initiative" ist auch offen für weitere Ideen und bietet Interessierten gerne die Teilnahme an ihrer Arbeit an.
Die Lyrik-Postkarten erschienen und erscheinen im Verlag Blaues Schloss und können dort sowie in der Buchhandlung Jakobi auch käuflich erworben werden. Weitere Informationen: https://www.verlag-blaues-schloss.de/marburger-lyrikinitiative.html
Platzreservierungen bitte über die Buchhandlung Jakobi unter der Telefonnummer 06421/9998566.
Am Sonntag, den 20. Juli, um 15 Uhr liest der Marburger Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Manuel Bauer aus dem ersten Band seiner zweibändigen Studie Kriminalliteratur: Geburt und Geschichte eines Genres und gewährt dabei tiefgehende Einblicke in die Entstehung und Entwicklung eines der fesselndsten literarischen Genres.
Der Autor spannt einen faszinierenden Bogen von den mythischen Wurzeln der Kriminalliteratur in der Antike über die düsteren Intrigen in Shakespeares Königsdramen bis hin zu den ersten Detektivgestalten der Moderne, darunter Edgar Allan Poes Auguste Dupin oder Arthur Conan Doyles ikonischem Sherlock Holmes. Bauer beleuchtet dabei nicht nur die Themenkomplexe Verbrechen, Aufklärung und Strafe, sondern untersucht vor allem die in diesen Erzählungen verhandelten Zusammenhänge zwischen Schuld, Recht und gesellschaftlicher Ordnung.
Die Lesung wurde im Rahmen der Lehrveranstaltung Buchhandel und kulturelles Leben von Studierenden der Philipps-Universität Marburg organisiert.
Der Eintritt ist frei. Um Voranmeldung wird gebeten unter: 06421 9998566 oder
marburg@buchhandlung-jakobi.de.
David Lynch wurde berühmt durch Filme wie >Blue Velvet< und >Dune< oder die Serie >Twin Peaks<. Er gilt als Kultregisseur, an seinem filmischen Werk arbeiten sich Menschen seit Jahrzehnten ab. Was dabei zu kurz kommt: sein Schaffen als bildender Künstler, Musiker und Designer. Um diese Lücke zu schließen, beleuchten die Autoren Adrian Gmelch und Jonathan Ederer das gesamte künstlerische Spektrum von Lynch. Die Idee: eine essayistische Entdeckungsreise durch sein Leben, kreatives Wirken und Denken. Eine Reise, die nicht beim Film endet, sondern dort beginnt. Mittels 31 Begriffe werden Lynch und sein Schaffen in Kunst und Kino umfassend abgebildet. Das Ergebnis ist ein Handbuch, das Bezüge innerhalb Lynchs Werk, zu anderen Künstlern und zur Lebenswelt herstellt. Durch diesen Zugriff stellen sich verschiedene Begriffe als zentral heraus (wie >Idee< oder >Los Angeles<) oder eröffnen (wie im Fall von >Natur< oder >Körper<) neue Perspektiven auf das Lynch'sche Schaffen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Kulturelle Aktion/Stroemungen e.V. und dem Büchner Verlag statt.
Der Eintritt ist frei.
Am Sonntag, dem 6. Oktober, 15.00 Uhr stellt der Marburger Autor Lothar Balzer in der Buchhandlung Jakobi seinen neuen Gedichtband "Maultaschen à la Hölderlin" vor.
Zuletzt las Balzer auf Einladung der Neuen Literarischen Gesellschaft im Oktober 2022 unter dem Titel "Höllenkreise" aus seinen Geschichten zu Franz Kafka im Café Vetter.
Jetzt also wieder Gedichte. Balzer macht eine moderne Auseinandersetzung mit Hölderlin. Dabei hütet er sich, ins Modische abzugleiten. Balzer benutzt die Gedichte wie Stocherkähne auf dem Neckar um sich dem Dichter Hölderlin in Maulbronn und Tübingen zu nähern. Im besten Fall kann er den Leser mitnehmen und der Insel Hölderlin näher bringen.
Eva Zeller schrieb zu Balzers erstem Gedichtband: "Hier hat ein Autor seine Sprache gefunden, eine meditative und zugleich zupackende, die ihren Gegenstand geduldig und behutsam benennt."
Balzer erhielt 1995 den Lyrikpreis der Nordelbischen Kirche zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg. Gedichte von ihm wurden übersetzt ins Englische (Herbert Kuhner),Litauische (Jurgis Kunčinas), Slowenische (Lučka Jenčič und Kajetan Kovič), Rumänische (Horst Samson) und Georgische (Maya Gogoladze).
Er veröffentlichte in den 90er Jahren drei Gedichtbände. Radio Slovenija I widmete ihm 1993 eine Sendung in der Reihe "Literarni nokturno". Er nahm teil an den Schriftstellerkongressen Poezijos Pavasaris’93 und ’95 in Litauen. Nach einem schmalen Band über Pablo Neruda unter dem Titel "Chilenische Etüden" (2023) stellt er nun den Gedichtband "Maultaschen à la Hölderlin" vor.
Musikalisch wird Balzer von dem in Marburg aufgewachsenen Gitarristen und Lautenisten Lukas Pilgrim (Master für Gitarre und Bachelor für Laute an der Musikhochschule in Frankfurt). Pilgrim wird Musik von J.S. Bach, S.L. Weiß und E. Reusner spielen.
Eintritt 10 Euro, für Mitglieder 8 Euro und für Studierende 5 Euro
Der Band versammelt Geschichten von Menschen, die oftmals vor Jahrzehnten nach Deutschland eingewandert sind und hier ein neues Leben begonnen haben. Einige von ihnen haben ihre Geschichte des Ankommens selbst verfasst - beispielsweise Silvia Vignoli, die ihre Geschichte vorlesen wird - manche haben der Herausgeberin Joanna Iwinska davon erzählt und ihr die Schilderung anvertraut. Iwinska, die selbst als Kind von Polen nach Deutschland gekommen ist, interessiert, wie andere Erzählende die schmerzvolle Trennung von der Tradition und der Muttersprache, von Familien und Freundeskreis und im weitesten Sinne von der vertrauten Kultur verarbeiten. Ihre Berichte verwandeln die unterschiedlichen Lebenserfahrungen in Kurzgeschichten, die möglichst nah an dem bleiben wollen, was ihr im Vertrauen erzählt wurde. Ihre Gesprächspartner_innen sind unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft und haben facettenreiche biografische und berufliche Hintergründe. Entstanden ist ein spannendes Lesebuch, das immer wieder unter die Haut geht, manchmal amüsiert und manchmal auch erschreckt: intime Stücke persönlich erlebter Zeitgeschichte und ein Spiegel für die gesamte Bandbreite an Erfahrungen, die neue Inländer_innen in Deutschland machen.
Die Lesung wird musikalisch umrahmt von Halyna Wolf (Cello).
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung.
Benedikt Hengstl präsentiert Erich Kästners 'Fabian' im Kontext seiner Zeit.
Dr. Jakob Fabian, Germanist und Reklametexter, lässt sich durch das Berlin der »Goldenen Zwanziger« treiben. Er wirft sich in erotische Abenteuer, trinkt mit Journalisten um die Wette und versucht, im Labyrinth der Großstadt seine Integrität und seine Ideale zu behaupten. Doch die Stadt windet sich wie in einem Fiebertraum; die junge Demokratie der Weimarer Republik wird mehr und mehr in ihren Grundfesten erschüttert. Dann lernt Fabian im Atelier einer Bildhauerin, wo sich leichte Mädchen und Todeskandidaten ein Stelldichein geben, die junge Juristin Cornelia kennen. Die beiden verlieben sich - doch die Liebe hat keine Konjunktur.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung.