Veranstaltungen

 

Lesung & Gespräch mit Simone Scharbert ("Für Anna. Eine Belichtung")

11.09.2025 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Veranstaltungsort: litty Buchhandlung, Kurfürstenstr. 29, 50678 Köln
Vorverkauf: https://rausgegangen.de/events/lesung-gesprach-mit-simone-scharbert-0/
Preis: 8,00 - 10,00 €

Lesung, Gespräch & Cyanotypie:
Simone Scharbert liest aus ihrem neuen Prosatext und zeigt uns im Anschluss, wie man eine Cyanotypie macht – ein Verfahren, das wir im Rahmen der Geschichte von Anna Atkins besser kennenlernen werden und das bereits das Cover von "Für Anna" schmückt.

Anna Atkins, geboren 1799 im englischen Tonbridge, gestorben 1871 in Halstead, gilt heute als eine der ersten Fotografinnen. Mit ihrer unermüdlichen Arbeit leistete sie einen wichtigen Beitrag zur Wissenschaft des viktorianischen Zeitalters — und wurde doch kaum wahrgenommen. Zu einer Zeit, in der Erinnerung, Dokumentation und Bebilderung fast ausschließlich der Malerei und Illustration vorbehalten waren, widmete sie sich einem einfachen manuellen Verfahren, das mit Hilfe von bloßem Licht und UV-empfindlich beschichtetem Papier neue Möglichkeiten der Abbildung schuf. Die so entstandenen Cyanotypien gelten heute als Vorläufer der späteren Fotografie.

In ihrem dritten Prosatext verfolgt Simone Scharbert ihr Projekt des Sichtbarmachens weiblicher Biografien weiter. Sie erzählt, wie Anna Atkins gegen viele Widerstände ihre fotografischen und wissenschaftliche Arbeiten vorantrieb, im Gepäck all die Verluste ihres Lebens, Fragen der Erinnerung und der Belichtung. Leise eingestreut sind kleine Einblicke in botanische sowie koloniale Geschichte des viktorianischen Zeitalters.

Simone Scharbert, geboren 1974 in Aichach, hat Politikwissenschaft, Philosophie und Literatur in München, Augsburg und Wien studiert, anschließend in Politikwissenschaft promoviert. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin und Dozentin in Erftstadt. 2017 erschien ihr Lyrikdebüt »Erzähl mir vom Atmen«, 2019 folgte ihr Romandebüt »du, alice« und 2022 »Rosa in Grau. Eine Heimsuchung«.

Moderation: Michaela Predeick

Lesung & Gespräch mit Simone Scharbert ("Für Anna. Eine Belichtung")

 

Lesung & Gespräch mit Béla Rothenbühler ("Polyphon Pervers")

30.09.2025 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: litty Buchhandlung, Kurfürstenstr. 29, 50678 Köln
Vorverkauf: https://rausgegangen.de/events/lesung-gesprach-mit-bela-rothenbuhler-polyphon-pervers-0/
Preis: 8,00 - 10,00 €

Schweizer Literaturpreis 2025 & Shortlist für den Schweizer Buchpreis 2024

In einer beschaulichen Kleinstadt in der Schweiz passiert Erstaunliches: Kaum gegründet, mischen Sabine und Schanti mit ihrem Verein »Polyphon Pervers« die Kulturszene auf. Risikofreudig und clever agierend steigen sie als Theater-Produzentinnen zu nationalen Grössen auf und scharen eine illustre Runde um sich: vom eitlen Regisseur Lucien über den versoffenen Ghostwriter Yves, den Lebemenschen und DJ Milan und die opportunistische Schauspielgrösse Chantal bis zu Jules und seinen Hanf-Bauern, die unversehens als Performance-Künstler brillieren. Dem Erfolg ordnet der Verein für Unterhaltung im Laufe der Geschichte alles unter, und so folgen auf erste Unsauberkeiten schon bald alle möglichen Formen des Betrugs.

Rothenbühler belebt mit seinem zweiten Roman die Tradition des Schelmenromans neu – diesmal mit schlagfertigen Hochstaplerinnen. Seine satirische Reise durch Kultur, Unterhaltung und Geld ist nicht nur clever, sondern selbst ein Meisterwerk der Unterhaltung.

Aus dem Luzerndeutschen übersetzt von Uwe Dethier.

Béla Rothenbühler, geboren 1990 im schweizerischen Reussbühl, ist freischaffender Dramaturg, Autor und Musiker. Mit dem Kollektiv Fetter Vetter & Oma Hommage ist er in der freien Luzerner Theaterszene aktiv, mit der Krautrockband Mehltau als Musiker. Rothenbühler lebt und arbeitet in Luzern.

Moderation: Tilman Strasser, Autor und Literaturvermittler.

Lesung & Gespräch mit Béla Rothenbühler ("Polyphon Pervers")

 

Lesung & Gespräch mit Annegret Liepold

09.10.2025 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: litty Buchhandlung, Kurfürstenstraße 29
Vorverkauf: https://rausgegangen.de/events/lesung-gesprach-mit-annegret-liepold-unter-grund-0/
Preis: 8,00 - 10,00 €

Inmitten des Schweigens ihrer Familie hat Franka sich schon immer verloren gefühlt. Bereits ihre Großmutter, genannt die Fuchsin, hortete Geheimnisse wie die schwarzen Steine in ihrer Schürze. Als Franka mit Ende Zwanzig in die fränkische Provinz mit den Himmelweihern und Spiegelkarpfen zurückfährt, sieht sie endlich hin: Wie das war in den Nullerjahren, als Deutschland Weltmeister im eigenen Land werden wollte. Als ihr Vater starb und sie in Patrick und Janna Gleichgesinnte fand, die Unsicherheit mit Krawall, Frustration mit Faustschlägen übertünchten. Als sie immer tiefer in die rechte Szene einstieg. Sie beginnt Fragen zu stellen und sucht nach einer Haltung zur Vergangenheit.
Ein hochaktuelles Debüt über eine Jugend auf dem Land zwischen der Sehnsucht nach Zugehörigkeit, radikaler Wut und den blinden Flecken der eigenen Familie.

ANNEGRET LIEPOLD, geboren 1990 in Nürnberg, hat Komparatistik und Politikwissenschaften in München und Paris studiert. Für die Arbeit an ihrem Debüt Unter Grund erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. das Literaturstipendium der Stadt München sowie die Einladung zur 15. Schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung und zur Romanwerkstatt des Literaturforums im Brecht-Haus Berlin. 2022 war sie Finalistin des open mike. Sie arbeitet für die »Bayerische Akademie des Schreibens« am Literaturhaus München.

Moderation: Sabine Horstmann

Lesung & Gespräch mit Annegret Liepold

 

Lesung & Gespräch mit Carla Kaspari ("Das Ende ist beruhigend")

23.10.2025 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Veranstaltungsort: litty Buchhandlung, Kurfürstenstr. 29, 50678 Köln
Vorverkauf: https://rausgegangen.de/events/lesung-gesprach-mit-carla-kaspari-das-ende-ist-beruhigend-0/
Preis: 8,00 - 10,00 €

Es ist der Sommer 2130, irgendwo im Norden Italiens. Die Malerin Esther und die Ingenieurin Théa leben zwei der besten Leben, die in jenen Jahren noch möglich sind. 'Spes I' ist ein besonderer Ort für besondere Menschen; dass hinter den Dörfern ein fragwürdiges Konzept steckt, ist nur der Betreiberorganisation bekannt - noch. Mit Gelassenheit und stillem Glück gehen die Bewohner:innen von Spes I ihren Leidenschaften nach. Die Atmosphäre im Dorf wird von einer Kuppel und einem Belüftungssystem einerseits, von Coachings und Achtsamkeit andererseits reguliert. Esther ist froh, hier, abgeschottet vom Schrecken der Außenwelt, leben und arbeiten zu dürfen. Ihre Gemälde, die stets zwei Sonnen zeigen, zählen zu den begehrtesten Kunstwerken der Gegenwart.

Nach der Ankunft von Cleo und Thomas, einem Kreativenpaar aus Berlin, kommt es zu Zwischenfällen und die Atmosphäre verändert sich. Bald erwacht Esther auf der Rückbank eines Wagens, der die Grenzen des Dorfes längst hinter sich gelassen hat. Sie ist in der Außenwelt, auf einer Mission mit ungewissem Ausgang.

Das Ende ist beruhigend ist ein Roman über Freundschaft, über Kreativität und darüber, wie hoffnungsvoll man in die Zukunft blicken kann und muss. Mit spielerischer Freude entwirft Carla Kaspari eine zugleich groteske und dramatische, spannende und unterhaltsame Utopie in der Dystopie.

Carla Kaspari, geboren 1991, hat in Bonn und Paris Literatur- und Musikwissenschaft studiert. Sie lebt in Köln und arbeitet als freie Autorin. Ihre Texte erscheinen in unterschiedlichen Publikationen und Formaten.

Moderation: Carla Schäfer

Lesung & Gespräch mit Carla Kaspari ("Das Ende ist beruhigend")