Diese neuen Belletristik-Titel erzählen einfühlsam von Menschen und ihren Schicksalen.
Ronja von Rönne hat mit “Alles Liebe” einen großartigen Roman für alle geschrieben, die schon mal unter der Liebe gelitten haben. In “Kaskaden” von Louise K. Böhm geht es um das tiefe Band der Freundschaft, während Michael Riepls “Ferne Heimat Altmontal” von Mut und Menschlichkeit in finsteren Zeiten handelt.
Außerdem dabei: “Lori” von Anousch Mueller, “All die Farben, all das Licht” von Cora Wucherer und nicht zuletzt “Popóm” von Johanna Sebauer – ein leichtfüßiger Roman mit feinem Humor.
Jedes Buch für sich besonders und absolut lesenswert, weshalb wir Ihnen diese nur ans Herz legen können!
Ronja von Rönne, Alles Liebe
Buch (Hardcover)
Sie zerstört. Sie rettet. Sie fehlt. Sie macht aus Opfern Täter: die Liebe, die Lüge. 'Ronja von Rönne hat mit ¿Alles Liebe¿ den vielleicht coolsten Roman des Sommers geschrieben.' Laura Hertreiter, DIE ZEIT 'Mit ihrem neuen Roman ist Ronja von Rönne der große Wurf geglückt: ¿Alles Liebe¿ ist unterhaltsam, grausam und zwingend.' Arno Frank, DER SPIEGEL 'Mehr als dieses Nachdenken, das einen lange nach der Lektüre begleitet, kann Literatur kaum erreichen.' Marie-Luise Goldmann, Die Welt Mit feinem Gespür und großer Intensität erschafft Ronja von Rönne ein Mosaik über Liebe als Behauptung und Wahrheit als Konstrukt. Laura hat schon als Kind verstanden, wie Mitleid funktioniert. Barbara füllt ihr leeres Haus mit Versandhauskatalogen und einem Mann, den es nicht gibt. Heike sitzt seit dreißig Jahren in einem Haus, das ihrer Schwiegermutter gehört, und träumt von einem Garten, den sie nie haben wird. Christina verkleinert mit ihrer Kunst die Welt, weil sie sie sonst nicht aushält. 'Ein Buch, von dem man sich wünscht, dass es nie zu Ende geht.' Betterov 'Ronja von Rönne schreibt einfach umwerfend.' Katja Riemann
Michael Riepl, Ferne Heimat Altmontal
Buch (Hardcover)Das Leben meiner Großmutter zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus Altmontal, ein deutsches Dorf in der Schwarzmeerebene. Hier wird Hedwig Krämer 1919 geboren und erlebt, wie ihre Bullerbü-Märchenwelt durch Hungersnöte, Verfolgung und Krieg zur Hölle wird, der sie 1942 entkommt. Michael Riepl erzählt einfühlsam die frühen Jahre seiner Großmutter und blickt dabei immer wieder auf die heutige Ukraine im Krieg. Sein glänzend geschriebenes Buch liest sich fesselnd wie ein Roman - aber es ist eine wahre Geschichte von Familie, Heimat, Not und einem unfassbaren Lebensmut. "Vollgefressen hat sich Iwan..." Der Spruch der Großmutter nach einem üppigen Essen steckte voller Erfahrungen: die Herkunft aus der Sowjetunion, grausamer Hunger, Trauer um die verlorene Familie und Heimat. Aber niemand fragte danach. Als sie 75 Jahre alt war, begann sie, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben, die Kindheit in Altmontal, die Jugend bei einem Verwandten im Kaukasus, die Arbeit als junge Hilfsärztin in der Ukraine und die Flucht nach Bayern im Zweiten Weltkrieg. Als ihr Enkel diese Erinnerungen nach ihrem Tod entdeckt, ist er gerade im Aufbruch nach Kiew, um für eine Hilfsorganisation zu arbeiten. Sein humanitäres Engagement überschneidet sich schicksalhaft mit einer Erkundung auf den Spuren seiner schwarzmeerdeutschen Vorfahren. Michael Riepl verwebt auf geniale Weise die Geschichte seiner Großmutter mit seinen eigenen Erfahrungen in der Ukraine und im Kaukasus zu einer atemberaubenden Erzählung über eine junge Frau, die sich in der größten Not in den Kopf setzt, gegen alle Widerstände Ärztin zu werden. Ein bewegendes Buch über Mut und Menschlichkeit in finsteren Zeiten.
Anousch Mueller, Lori
Buch (Hardcover)"Wir waren sechs, die lebten. Und Lori, die auf dem Grund der Ostsee ruht." Thüringen, 1995. Auf einem verlassenen Bahnhof wächst Leni mit ihren fünf Geschwistern auf. Seit sie denken kann, spürt sie, dass etwas in ihrer Familie nicht stimmt. Als junge Frau macht sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis, das ihr Leben prägt. Im Zentrum steht ihre Schwester Lori und die Frage, was mit ihr geschah. Die Suche nach Antworten führt sie bis in die frühen siebziger Jahre der DDR zurück. Anousch Muellers Roman "Lori" erzählt von einer Familie, die an den politischen Verwerfungen ihrer Zeit zu zerbrechen droht und von den Nachwirkungen des Unausgesprochenen, die sich durch die Generation der Kinder ziehen. Mit psychologischem Feingefühl erzählt Mueller eine Geschichte über Schuld und Verdrängung - und über den tastenden Versuch, Wahrheit zuzulassen.
Cora Wucherer, All die Farben, all das Licht
Buch (Hardcover)
Ein bewegendes Debüt: zwei Schwestern, ein Roadtrip und die Frage, wie man weiterlebt, wenn sich alles ändert 'Zwei hinreißende Schwestern in einer Geschichte voller Liebe, Mut und Hoffnung - dieser Roman hat mich glücklich gemacht.'¿Elena Fischer 'Eine Hommage an die Liebe zwischen Geschwistern und die unbezwingbare Kraft der Kunst.'. Annika Büsing 'Es ist eine Wucht!' Alina Bronsky Juna ist siebzehn und will trotz ihres schwindenden Augenlichts um jeden Preis Malerin werden. Martha ist dreizehn und versucht alles, um aus dem Schatten ihrer begabten Schwester zu treten. Die zwei wechseln kaum ein Wort miteinander. Doch dann verschlechtert sich Junas Diagnose, und sie erkennen, dass sie sich nur gemeinsam gegen die Welt wappnen können. Einfühlsam und kraftvoll erzählt Cora Wucherer vom unstillbaren Hunger auf das Leben und von einem Sommer, der alles verändert.
Seit sie denken können, teilen sich Juna und Martha ein Zimmer in ihrer engen Familienwohnung in München-Giesing. Doch das ist auch schon alles, was die beiden Schwestern gemeinsam haben. Juna, außergewöhnlich begabt und bedroht von einer seltenen Krankheit, erfährt, dass ihr wohl nur noch wenige Monate bleiben, bis sie ihr Sehvermögen verliert. Ihr Traum, einmal eine ebenso bedeutende Künstlerin zu werden wie ihr großes Vorbild Lotte Laserstein, scheint zu zerbrechen. Ihre jüngere Schwester Martha hingegen kämpft darum, überhaupt gesehen zu werden. Mit Junas Ausweis in der Tasche ergattert sie sich einen Nebenjob in einem Kino - und damit eine völlig neue Unabhängigkeit. Als Juna unbedingt ihr Lieblingsgemälde von Lotte Laserstein in Malmö sehen will, ergreift Martha ihre Chance und organisiert eine heimliche Reise für die beiden. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer ungeahnten Herausforderung - und die Schwestern geraten an die Grenzen dessen, was sie voneinander zu wissen glaubten.
Louise K. Böhm, Kaskaden
Buch (Hardcover)
Ein großes neues Erzähltalent, das entdeckt werden will: Louise K. Böhms Debüt verhandelt Freundschaft und Herkunft, wie man es noch nicht gelesen hat.
Wenn Jojo ihre Herkunft einfach ausradieren könnte, würde sie es tun. Zwar hat sie das Vorstadtgrau weit hinter sich gelassen, doch an der Uni hat sie trotzdem ständig Angst, jemand könnte herausfinden, dass sie nicht hierhergehört. Einzig die Arbeit im Labor gibt ihr Halt. Als Jakob in ihr Leben tritt, findet Jojo zu einer neuen Leichtigkeit. Doch dann erhält sie ein Lebenszeichen ihrer ehemals besten Freundin, und plötzlich ist alles wieder da: die Jahre mit Yara, mit der sie mehr Zeit verbrachte als mit ihren eigenen Eltern. Die auf jeden Spruch eine Erwiderung parat hatte. Und die von einem Tag auf den anderen verschwand, obwohl sie doch gemeinsam ausbrechen wollten aus der Vorstadt. Voller Klugheit und doch federleicht erzählt Louise K. Böhm die Geschichte einer tiefen Freundschaft. Ein elektrisierender Roman über Herkunft und Zugehörigkeit - mit zwei Heldinnen, die man nicht wieder vergisst. >'Mit Kaskaden, ihrem Debütroman, legt die 26-jährige Louise K. Böhm ein Buch vor, das von der ersten Seite an unter die Haut kriecht und dort bleibt. Sie erzählt mit einer Stimme, die so direkt, so ungeschönt und so präzise rhythmisiert ist, dass man sich fragt, warum nicht mehr Gegenwartsliteratur so klingt.' SWR Kultur 'Diese Autorin aus Hamburg ist anders als andere - da kommt was auf uns zu.' Hamburger Abendblatt 'Ein Buch über Freundinnenschaft als Lebenslinie: ¿Kaskaden¿ erzählt messerscharf und zärtlich davon, wie tief dieses Band gehen kann - und wie schmerzhaft sein Verlust ist.' Eva Pramschüfer 'Dieses Buch zeigt so deutlich, wie Freundschaft die tiefste Form von Liebe sein kann: leise, kompliziert und prägend fürs ganze Leben.' Maria Popov
Johanna Sebauer, Popóm
Buch (Hardcover)Seine Endzwanziger hat sich Hendrik Popom anders vorgestellt. Nichts will ihm so richtig gelingen. In seinem Agenturjob sitzt er seine Zeit ab, mit seiner Freundin lief es schon einmal besser, und dann ist da plötzlich dieser Mann - Popóm. Er ist fast doppelt so alt und dennoch weiß Hendrik: Dieser Mann bin ich. Zögerlich nähern sich die beiden einander an. Ihre Beziehung ist voller Rätsel, Zuneigung und Widerstände. Hendrik hofft, in seinem anderen Ich das zu finden, was ihm in seinem Leben fehlt - Halt und Zuversicht. Doch je stärker er sich an Popóm klammert, desto mehr weicht dieser zurück. Als er sich einer Kollegin anvertraut, begreift er, welch hohen Preis man zahlt, wenn man sich dem Leben entzieht. In ¿Popóm¿ entfaltet sich das klassische Literaturmotiv des Doppelgängers vor der Kulisse einer immer unübersichtlicheren Gegenwart. Nach dem großen Erfolg ihres Debüts ¿Nincshof¿ und der beim Bachmann-Wettbewerb mehrfach ausgezeichneten Kurzgeschichte ¿Das Gurkerl¿ lotet Johanna Sebauer erneut die Grenzen zwischen Fiktion und Realität aus - leichtfüßig und mit feinem Humor.
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".