Edgar Selges neuer Roman:

Erinnern und Erzählen

  • 07.09.2026

Mit seinem vielfach ausgezeichneten Debüt “Hast du uns endlich gefunden” hat Edgar Selge gezeigt, dass er zu den großen literarischen Stimmen der Gegenwart gehört. In “Juras letzter Winter” knüpft er daran an und erzählt von der Begegnung eines Erzählers mit dem Schicksal des jungen Jura Rjabinkin, der während der Blockade Leningrads ums Leben kam. Ausgehend von dessen Tagebuch entsteht ein außergewöhnlicher Roman über Erinnerung, Menschlichkeit, Gewalt und die Kraft der Literatur, Vergangenes lebendig zu halten. Eindrucksvoll, einfühlsam und von großer erzählerischer Intensität.

 

Edgar Selge, Juras letzter Winter

Buch (Hardcover)

'Edgar Selge hat sein Publikum immer erreicht und berührt, als Theaterschauspieler, als Fernsehkommissar, mit 73 jetzt auch als Schriftsteller.'  (Süddeutsche Zeitung). Nach dem sensationellen Debüt Hast du uns endlich gefundenfolgt sein neuer Roman: Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, wie der Erzähler auch. Ihre Begegnung beginnt vorsichtig und wird im Lauf der Geschichte immer enger. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Mütter, Gewalt, Fremdheit und Nähe, und sie geben einander ihre persönlichsten Geschichten preis. Edgar Selge setzt dem jungen Menschen Jura Rjabinkin ein Denkmal und lässt ihn für uns lebendig werden. Sein Tonfall ist überraschend, gewichtig und leicht zugleich.

zum Produkt € 25,00*

Ebenfalls großartig:

Edgar Selge, Hast du uns endlich gefunden

Buch (Softcover)

Das literarische Debüt von Edgar Selge: Ein Zwölfjähriger erzählt seine Geschichte zwischen Gefängnismauer und klassischer Musik. Exemplarisch und radikal persönlich.

Eine Kindheit um 1960, in einer Stadt, nicht groß, nicht klein. Ein bürgerlicher Haushalt, in dem viel Musik gemacht wird. Der Vater ist Gefängnisdirektor. Der Krieg ist noch nicht lange her, und die Eltern versuchen, durch Hingabe an klassische Musik und Literatur nachzuholen, was sie ihre verlorenen Jahre nennen.
Überall spürt der Junge Risse in dieser geordneten Welt. Gebannt verfolgt er die politischen Auseinandersetzungen, die seine älteren Brüder mit Vater und Mutter am Esstisch führen. Aber er bleibt Zuschauer. Immer häufiger flüchtet er sich in die Welt der Fantasie.
Dieser Junge, den der Autor als fernen Bruder seiner selbst betrachtet, erzählt uns sein Leben und entdeckt dabei den eigenen Blick auf die Welt. Wenn sich der dreiundsiebzigjährige Edgar Selge gelegentlich selbst einschaltet, wird klar: Die Schatten der Kriegsgeneration reichen bis in die Gegenwart hinein.
Edgar Selges Erzählton ist atemlos, körperlich, risikoreich. Voller Witz und Musikalität. Ob Bach oder Beethoven, Schubert oder Dvorák, Marschmusik oder Gospel: Wie eine zweite Erzählung legt sich die Musik über die Geschichte und begleitet den unbeirrbaren Drang nach Freiheit.

zum Produkt € 14,00*