Peter Prange

Der Traumpalast

  • 13.10.2021
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Glanzvolle Stars, spektakuläre Großfilme und glitzernde Kinopaläste - Tino, Bankier und Lebemann riskiert alles, um mit der Ufa Hollywood Paroli zu bieten. Rahel will als Journalistin neue Wege gehen. Um einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu finden, müssen sie ihr eigenes Drehbuch schreiben …
Mit seinem Roman über die Ufa-Traumfabrik lässt Bestsellerautor Peter Prange das Berlin der zwanziger Jahre in faszinierenden Bildern wieder auferstehen.

 


Peter Prange, Der Traumpalast

gebunden

Großes Kino - Die Roaring Twenties im Spiegel der Ufa-Traumfabrik: der große Zeitgeschichte-Roman nach dem Erfolg von »Eine Familie in Deutschland« von Bestsellerautor Peter Prange. Berlin, Anfang der zwanziger Jahre: Ein neues Lebensgefühl bricht sich Bahn - Freiheit! Es ist die Vision von glanzvollen Stars, spektakulären Großfilmen und glitzernden Kinopalästen, die Tino, Bankier und Lebemann, an der gerade gegründeten Ufa begeistert. Er riskiert alles, um mit der deutschen Traumfabrik Hollywood Paroli zu bieten. Rahel will als Journalistin Wege gehen, die Frauen bisher verschlossen waren. Als die zwei einander begegnen, ahnen sie nicht, welche Wende ihr Leben dadurch nimmt. Denn bald stellt sich ihnen die alles entscheidende Frage: Wie weit darf Freiheit gehen? In der Politik, in der Kunst - und in der Liebe. Bestsellerautor Peter Prange ist der große Erzähler der deutschen Geschichte. Mit seinem Roman über die Ufa-Traumfabrik lässt er das Berlin der zwanziger Jahre in faszinierenden Bildern wieder auferstehen.

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Auch als eBook und Hörbuch erhältlich

Peter Prange, Der Traumpalast

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Großes Kino - Die Roaring Twenties im Spiegel der Ufa-Traumfabrik: der große Zeitgeschichte-Roman nach dem Erfolg von »Eine Familie in Deutschland« von Bestsellerautor Peter Prange. Berlin, Anfang der zwanziger Jahre: Ein neues Lebensgefühl bricht sich Bahn - Freiheit! Es ist die Vision vo...

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Peter Prange, Der Traumpalast

MP3-CD

Berlin, 1918. Nach dem verlorenen Krieg bricht sich ein neues Lebensgefühl Bahn: Freiheit! Tino, Bankier und Lebemann, beteiligt sich an der im Krieg von Militärs gegründeten Ufa und plant, mit spektakulären Großfilmen und glitzernden Kinopalästen Hollywood Paroli zu bieten. Rahel will als Jour...

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Wir haben mit Peter Prange über seinen neuen großen Zeitgeschichte-Roman gesprochen:

Ihr Roman spielt vor fast genau 100 Jahren in der wohl aufregendsten europäischen Metropole der damaligen Zeit - Berlin. Wären Sie selbst gerne dort gewesen - damals in den Roaring Twenties?

Und ob! Berlin war damals mindestens so angesagt wie heute – eine Art Versuchslabor für völlig neue Lebensformen. Denn das Ende des Kaiserreichs markiert ja nicht nur den Untergang einer Epoche, sondern auch und vor allem den Aufbruch in eine neue Zeit. Nach dem verlorenen Krieg brach sich ein vollkommen neues, jahrhundertelang unterdrücktes Lebensgefühl Bahn: Freiheit! Freiheit in Politik und Gesellschaft, Freiheit in Kunst und Musik – und nicht zuletzt Freiheit in der Liebe, in der die Menschen fast alle zuvor geltenden Tabus brachen. Und der Ort, an dem diese neu gewonnenen Freiheiten damals am intensivsten und radikalsten ausprobiert wurden, war Berlin. Eine Stadt im Freiheitsrausch.

Was war die Ausgangsidee für diesen vierten großen Deutschland-Roman?

In „Eine Familie in Deutschland“ habe ich versucht, ein möglichst lebensnahes Bild der Nazizeit vom ersten bis zum letzten Tag zu zeichnen. Wie haben ganz normale Menschen die deutsche Jahrhunderttragödie erlebt? Im „Traumpalast“ spüre ich der Frage nach, wie es möglich war, dass Hitler 1933 überhaupt an die Macht gelangen konnte, in einer Kulturnation wie Deutschland, und das ganze deutsche Volk, also Menschen, die Kant und Goethe im geistigen Gepäck mit sich trugen, ihm und seiner barbarischen Ideologie mit zunehmender Begeisterung folgte. Die Suche nach einer Antwort führte mich in die Zeit der Weimarer Republik. Ganz im Sinn von Erich Kästner, der sinngemäß einmal sagte: „Hitler konnte man 1933 nicht mehr aufhalten, das hätte schon in den 20er Jahre geschehen müssen.“

Folgen Sie beim Schreiben einem genauen Plan?

Die Ursprungsidee für meine Romane kommt immer buchstäblich aus heiterem Himmel über mich, ausgelöst durch irgendeine unkalkulierbare Assoziation. Dabei weiß ich nicht, ob diese Ideen ein Geschenk des Himmels sind oder aber eine Heimsuchung – schließlich bedeutet die Umsetzung ein bis zwei Jahre harte Arbeit. Diese beginnt immer mit der Einfühlung in meine Hauptfiguren. Was wollen sie? Was hoffen sie? Was sind ihre Lebensumstände? Was ihre Sorgen und Nöte? Welche Ziele verfolgen sie? Und welche Hindernisse stellen sich ihnen in den Weg? Diese Entwicklung versuche ich mir möglichst bildlich vorzustellen. Dadurch entsteht eine szenische Abfolge der Geschichte, die ich wie in einem Film-Treatment Bild für Bild skizziere. Erst wenn ich diesen Bilderbogen vom Anfang bis zum Ende der Geschichte geschlagen habe, fange ich mit dem eigentlichen Schreiben an.

Sie schreiben in Ihren Büchern über reale historische Hintergründe - geht es beim Erkunden der Vergangenheit auch darum die Gegenwart zu verstehen?

Im Grunde geht es bei allen meinen Büchern um eine sehr einfache, und gerade darum nur schwer beantwortbare Frage: Wie wurden wir die, die wir sind? Ich glaube, die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts sind eine ganz besondere Fundgrube für das Verständnis der 20er Jahre, an deren Beginn wir heute stehen. Die Parallelen liegen auf der Hand– nicht nur wegen der „Spanischen Grippe“, der Corona-Epidemie der damaligen Zeit. Auch heute leben wir in einer Epoche schwindender Sicherheiten, alles ändert sich immer schneller, und wie damals treten Politiker auf den Plan, die uns weismachen wollen, es gebe einfache Lösungen für hochkomplexe Probleme. Solchen Rattenfängern zu folgen war der Sündenfall der Weimarer Republik. Hitler hat ja nicht die Macht „ergriffen“, wie er selbst später behauptete, er wurde in freien Wahlen gewählt – die sogenannte „Machtergreifung“ war in Wahrheit eine kollektive Selbstentmündigung des deutschen Volkes. Daran sollten wir stets denken, wenn wir uns bei Wahlen überlegen, welcher Partei wir unsere Stimme geben.

Ihr Roman ist „großes Kino“ - sind Sie selbst ein begeisterter Kinogänger?

Kino ist ein Erlebnis völliger Selbstvergessenheit: Es wird dunkel im Saal, der Vorhang geht auf, und mit einem Mal bin ich in einer ganz und gar anderen Welt. Und gleichzeitig doch ganz und gar bei mir. Ein Erlebnis, das fast so wunderbar ist wie das noch größere Wunder, das uns beim Lesen eines Buches umfängt. Wenn aus Buchstaben ganze Welten entstehen, die wir nur in unseren Köpfen betreten und erkunden können.

 

Über den Autor

Bestsellerautor Peter Prange ist der große Erzähler der deutschen Geschichte. Zuletzt erschien sein Roman in zwei Bänden ›Eine Familie in Deutschland‹. ›Das Bernstein-Amulett‹ wurde erfolgreich verfilmt, der TV-Mehrteiler zu ›Unsere wunderbaren Jahre‹ begeisterte ein Millionenpublikum. Der Autor lebt mit seiner Frau in Tübingen.

 

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