Blogger*innen Empfehlungen

Franzi liest

  • 16.05.2022
Teilen:

Vorhang auf für die Buchbloggerin und Journalisten Franziska Kurz für ihre Empfehlung von "In den Wäldern der Biber" Franziska Fischer:
"Manchmal wirft uns das Leben ganz auf uns zurück - wohin gehen wir dann? Alina lebt in Frankfurt, festgefahren in einem Job, der sie nicht ausfüllt, und einer Beziehung, in der Ziele und Wünsche schon lange nicht mehr übereinstimmen.
Als sie sich heftig mit ihrem Freund streitet, fährt sie in ein Dorf bei Eberswalde, in dem ihr Opa lebt - ohne Anruf oder Nachfrage, nur dorthin, wo sie als Kind glücklich war.
Angekommen ist sie zunächst unsicher, was sie nun hier soll, ob sie willkommen ist und will unbedingt weiter planen und nützlich sein. Bis sie versteht, dass das Leben auch innehalten, neu denken und sich orientieren bereithalten kann, dauert es einen ereignisreichen Sommer.
Es wird viel geredet über verpasste Chancen, über tote und doch anwesende Menschen, und Kindheitsfreunde treffen sich in ihrer erwachsenen Version wieder.
Der nahe Wald und seine Bewohner sind allgegenwärtig, Poesie schwingt auf jeder Seite mit und viele Sorgen scheinen weit weg - denn an diesem Ort brauchen alle weniger zum Leben, das Da-Sein ist bewusster und langsamer, Träume werden ausgesponnen ohne dauernde Realitätscheck und Großstadthektik. Eine ganz zarte, erwachsene Liebesgeschichte, die viel mit Ehrlichkeit, sich selbst erkennen und reden zu tun hat, gibt es obendrauf.
In den Wäldern der Biber tut gut, wenn wir nur noch denken, was wir alles tun und sollen, unsere Tage voll sind mit To-do-Listen und weniger mit Freude, einfach mal in den Zug steigen oder jemandem sagen, dass wir ihn mögen - oder vermissen würden.

 


Franziska Fischer, In den Wäldern der Biber

gebunden

Alina ist an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem sie nicht mehr weiterweiß: Ihren Job konnte sie nie leiden, in Frankfurt am Main, der Stadt, in der sie lebt, fühlt sie sich schon lange nicht mehr wohl, und dann geht nach einem heftigen Streit auch noch ihre Beziehung in die Brüche, sodass sie plötzlich ohne Wohnung dasteht. Wohin jetzt? Der einzige Ort, der ihr einfällt, ist Spechthausen, ein kleines Dorf in Brandenburg. Hier lebt ihr Großvater, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. In seinem viel zu großen, renovierungsbedürftigen Haus am Waldrand nimmt er sie auf, ohne viele Fragen zu stellen. Langsam nähern Alina und er sich wieder an. Sie hilft ihm mit den Hühnern und dem Garten; gemeinsam beobachten sie Biber in freier Wildbahn. Dunkel und fast ein wenig unwirklich sind Alinas Kindheitserinnerungen an die Ferien in Spechthausen. Nun, inmitten der Natur, kehren sie nach und nach zurück. Ehe sie sichs versieht, fühlt sie sich heimisch in dem Ort und den umliegenden Wäldern. Endlich hat sie Zeit, darüber nachzudenken, was ist, was war und was sein soll. Außerdem ist da noch ihr Kindheitsfreund Elias, mit dem sie viel verbindet. Doch bevor sie sich ein neues Leben aufbauen kann, gibt es einiges, wovon Alina sich befreien muss.

zum Produkt € 22,00*