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Das Jahr 1462 verbrachte der alternde Nikolaus von Kues als vertriebener Bischof in Italien. Wichtigstes Thema war der noch immer ungelöste Dauerkonflikt mit Herzog Sigismund von Österreich. Eine Friedensdiplomatie auf mehreren europäischen Bühnen blieb erfolglos. Vermittlungsinitiativen des Bischofs von Konstanz, der Eidgenossen und der Republik Venedig überlagerten sich zunächst. Eine Gesandtschaft des venezianischen Patriziers Paolo Morosini in Tirol schuf dann die Voraussetzungen für hoffnungsvolle Friedensgespräche, die ab November 1462 in Venedig anliefen. Die fieberhafte Suche nach Kompromissen erwies sich bald als aussichtslos, nicht nur wegen der umstrittenen Höhe der Restitutionsforderungen, sondern vor allem, weil die erbarmungslose Logik von Kirchenstrafen und Absolution nicht mit dem Verständnis von fürstlicher Ehre in Einklang zu bringen war. Fundament dieser unbeugsamen Haltung gegen Pius II. waren die giftigen Angriffe des längst häretisierten Tiroler Hofjuristen Gregor Heimburg gegen die Grundpfeiler des päpstlichen Amtsverständnisses, die immer deutlicher zeigen, wie eng landesfürstliches Machtbewusstsein mit postkonziliaristischen Ideen verflochten war. Daneben gibt der Band gibt Einblicke in die Welt eines Kurienkardinals. Cusanus trat hier vor allem als engagierter Fürsprecher der Stadt Breslau in Erscheinung, die im Klammergriff des Hussitenkönigs Georg Podiebrad von Böhmen verzweifelt nach Unterstützung suchte.