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Seit den 1950er Jahren entstanden in der Bundesrepublik und in der DDR umfangreiche Programme der "Entwicklungshilfe" - von Lebensmittel- und medizinischen Hilfslieferungen bis hin zu Bildungsprojekten und politischen Partnerschaften mit Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Im Kalten Krieg nutzten beide deutschen Staaten dieses Engagement, um Einfluss zu gewinnen, gleichzeitig folgten Akteure der Zivilgesellschaft auf beiden Seiten der Mauer eigenen humanitären, weltanschaulichen und politischen Motiven. Agnes Bresselau von Bressensdorf zeigt anhand ausgewählter Fallstudien, wie der Umgang mit Hunger, Migration, Menschenrechten und Apartheid das entwicklungspolitische Handeln bis 1990 bestimmte.
Agnes Bresselau von Bressensdorf, geboren 1984, ist stellvertretende Leiterin der Forschungsabteilung München am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Zuvor war sie wissenschaftliche Geschäftsführerin des Berliner Kolleg Kalter Krieg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte von Flucht, Humanitarismus und internationaler Politik.