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Schnitzlers Quintessenz einer neuen Liebes- und Ehekonzeption, die in ihrer Radikalität und Kühnheit für seine Zeit singulär ist
Auf einem Frühlingsfest am Vorabend des Ersten Weltkriegs erlebt eine illustre großbürgerliche Gesellschaft ein Frühlingserwachen ganz eigener Art: Ihr Fest ist der Beginn eines - tödlich endenden - Spiels zahlreicher erotischer Verführungen. Schnitzler bilanziert in seiner späten Komödie nüchtern die euphorischen Aufbrüche zu psychosexueller Selbstfindung und versucht, nicht zuletzt unter dem Eindruck des Weltkriegs, das Verhältnis von gesellschaftlichen Konventionen und individuellen Bedürfnissen neu zu justieren. Seine literarische Behandlung der Frage nach der (sexuellen) Autonomie der Frau, dem Verhältnis von Treue, Untreue, Liebe und Ehe darf in ihrer Radikalität und Kühnheit als singulär gelten. Erstmalig in zuverlässiger Textgestalt, mit ausführlichem Nachwort und detailliertem Stellenkommentar.
Arthur Schnitzler (1862-1931), war einer der größten österreichischen Erzähler, Dramatiker und bekanntesten Vertreter der Literarischen Moderne. Nach dem Abitur studierte er Medizin, wurde Assistenzarzt an der Poliklinik und dann praktischer Arzt, bis er sich mehr und mehr seinen literarischen Arbeiten widmete. 1891 wurde Schnitzlers erstes Theaterstück uraufgeführt. Schnitzler ist berühmt für seine psychologische Erzählweise.