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Diese Arbeit widmet sich, salopp formuliert, folgender Frage: Lässt sich die alltagsbekannte Aussage, dass beim Sprechen «der Ton die Musik macht» theoretisch begründen und empirisch untermauern? Untersucht wird der Einfluss der Sprechweise (Melodisierung, Grundfrequenzverlauf, Lautstärke/Dynamik, Temporalität/Pausierung/Sprechrhythmus, Stimmtimbre/spektrale Struktur des Sprechschalls) auf die inhaltliche Verarbeitung sowie die rationale und emotionale Bewertung gesprochener Äußerungen. Der theoretische Teil der Publikation enthält Überlegungen aus phonetischer, linguistischer wie auch psychologischer Perspektive, die experimentell geprüft und statistisch ausgewertet werden, so dass die Leser auf die eingangs formulierte Frage zwar keine allumfassenden, jedoch durchaus plausible datengestützte Antworten erhalten.
Der Autor: Baldur Neuber war nach dem Studium der Germanistik und Sprechwissenschaft als Diplomsprechwissenschaftler an verschiedenen Universitäten tätig. 1994 promovierte der Autor an der Universität Halle-Wittenberg; 2001 folgte die Habilitation an der Universität Jena. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört u. a. die Prosodieforschung.
Aus dem Inhalt : Überlegungen zum Stand der Prosodieforschung, zur Bildung (globaler) Kohärenz und zum Ausdruck von Emotionen mit prosodischen Mitteln - Experimente zur Funktionshierarchie der Prosodie, zur suprasegmentalen Musterbildung, zu den phonetischen Korrelaten des Emotionsausdrucks und zur Kohärenzbildung durch prosodische Mittel im Text - Synthesebildungen aus den theoretischen Überlegungen und den empirischen Untersuchungen.