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Ist China sozialistisch, ist es kapitalistisch, gar eine imperialistische Macht? Wieso behauptet das Land, demokratisch zu sein? Dem zentralen Code, um China zu verstehen, nähert sich Beat Schneider über Denktraditionen aus Konfuzianismus und Marxismus. Und über die chinesische Kultur des Sowohl-als-auch, die sich von binärem Denken und konfrontativen Haltungen abhebt. Damit geht der Band konkreten Themen nach: Wie steht es um die Lage der Uiguren, wie um Taiwan? Wie um die Jugend? Was sind die Folgen der Ein-Kind-Politik? Wieso ist die Smart City Shenzhen ein Zukunftslabor? Was hat der Rechtsruck im Westen mit China zu tun? Gespiegelt etwa an der Frage, welche Rolle das 3000-jährige Weltkonzept Tianxia (-Alles unter dem Himmel-) im heutigen China spielt, bietet der Band Tiefenschürfungen zu einem 'systemischen Rivalen', wie es in der China-Strategie Deutschlands und der EU gleichermaßen heißt. Dieser Zugang speist sich nicht zuletzt aus politischen, akademischen und persönlichen Begegnungen sowie aus Medienauftritten des Autors im Land der Mitte wie auch in Europa. Und aus der Frage, was die zentralen Konfliktlinien unserer Epoche sind.
Beat Schneider, emeritierter Professor an der Hochschule der Künste Bern (HKB) und Gastprofessor an der China Foreign Affairs University (CFAU) in Beijing, ist einer sozialgeschichtlich ausgerichteten Kultur- und Kunstgeschichte verpflichtet. Zahlreiche Veröffentlichungen.