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Wir sind keine Christen, sagen die Leute, Christus kam nur bis Eboli. In diese Gegend, wo die Straße und die Bahngleise die Küste von Salerno und das Meer hinter sich lassen und in die gottverlassenen Landstriche Lukaniens führen, kommt im Sommer 1935 der Turiner Arzt und Künstler Carlo Levi. Hierher hat Mussolinis Regime ihn wegen seiner antifaschistischen Aktivitäten verbannt. Empathisch begegnet Levi dem entbehrungsreichen Leben der Bauern im Mezzogiorno, er lernt ihren Alltag und ihre Sorgen ebenso kennen wie ihre magischen Bräuche und uralten Traditionen. Mit dem Auge des Malers erkundet er die karge Schönheit der Landschaft, die steilen weißen Lehmhänge, an denen die Häuser wie in der Luft zu schweben scheinen. In Martin Hallmannseckers Neuübersetzung liest sich diese große literarische Ethnografie des italienischen Südens so frisch, als wäre sie von einer dicken Staubschicht befreit worden.
Carlo Levi kam 1902 als Sohn einer jüdischen Familie in Turin zur Welt. Der Maler, Mediziner und Antifaschist wurde 1935 verhaftet und nach Aliano in der süditalienischen Basilicata verbannt. 1936 kam er im Zuge einer Generalamnestie frei. Im von den Nationalsozialisten besetzten Florenz schrieb er 'Christus kam nur bis Eboli'. Das Buch erschien 1945 und machte Levi weltberühmt. In den Folgejahren erschienen sein Roman 'Die Uhr' sowie mehrere Reiseberichte. 1963 wurde er als unabhängiger Kandidat der Kommunistischen Partei in den italienischen Senat gewählt. Nach seinem Tod 1975 wurde er auf dem Friedhof von Aliano bestattet.