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Wie entstehen Erzählungen? Wer entscheidet, was erzählt wird und über wen? Von diesen Fragen angetrieben, schreibt Dubravka Ugreši- einen Roman über das Schreiben selbst - vielschichtig und geradezu ausgefuchst. Das Motiv der Füchsin taucht dabei immer wieder auf: als Gott der Schriftsteller, als Trickster, als echter Fuchs, der durch den Garten huscht. Die listige Ich-Erzählerin tauscht bisweilen die Masken und zieht uns augenzwinkernd in ihr raffiniertes Spiel mit Fiktion und Wahrheit. Sie reist mal literarisch, mal physisch nach Japan, Sizilien oder Kroatien, von der russischen Avantgarde zu Nabokovs Amerika-Abenteuern und begibt sich auf die Fährte des fast vergessenen Schriftstellers Dojvber Levin - oder doch seines Doppelgängers? Dubravka Ugreši- wurde 1949 in Jugoslawien (Kutina) geboren. Bevor sie Kroatien 1993 aus politischen Gründen verlassen musste, arbeitete sie am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Zagreb. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Preise, wie den Jean-Améry-Preis für europäische Essayistik, den Neustadt International Prize und den Heinrich-Mann-Preis. Ihre Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschien zuletzt ihr Essayband Europa in Sepia (2025, ebenfalls beim eta Verlag). Bis zu ihrem Tod 2023 lebte sie in Amsterdam.
Dubravka Ugresic wurde 1949 im heutigen Kroatien geboren. Sie schrieb regelmäßig für "NRC Handelsblad" und "Vrij Nederland", "Die Zeit" und "Lettre International" und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 1999 und dem Premio Feronio-Citta di Fiano in Italien 2004. Auf Deutsch erschienen von ihr unter anderem die Romane "Das Museum der bedingungslosen Kapitulation" (1998) "Lesen verboten" (2002) und "Das Ministerium der Schmerzen" (2005). Dubravka Ugresic lebte als Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin in Amsterdam, wo sie am 17. März 2023 starb.