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"Leonce und Lena" ist ein komödiantisches Theaterstück von Georg Büchner, das die Geschichte von zwei jungen Adligen erzählt, die sich den Zwängen ihrer gesellschaftlichen Rollen entziehen wollen. Leonce, ein melancholischer Prinz, und Lena, eine Prinzessin, die einer arrangierten Ehe entkommen möchte, fliehen beide unabhängig voneinander vor ihren Verpflichtungen. Auf ihrer Reise begegnen sie sich zufällig und verlieben sich ineinander, ohne zu wissen, dass sie eigentlich füreinander bestimmt sind. Das Stück ist in drei Akte unterteilt und behandelt Themen wie Identität, Freiheit und die Absurdität gesellschaftlicher Konventionen. Büchner nutzt humorvolle Dialoge und satirische Elemente, um die Oberflächlichkeit und den Zwang der aristokratischen Gesellschaft zu kritisieren. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und spiegeln die inneren Konflikte und Wünsche wider, die viele Menschen in einer von Erwartungen geprägten Welt empfinden. "Leonce und Lena" ist ein zeitloses Werk, das durch seine Mischung aus Romantik und Satire besticht und die Frage aufwirft, inwieweit Individuen in der Lage sind, ihr eigenes Schicksal zu bestimmen.
Georg Büchner (Goddelau, 17. Oktober 1813 - Zürich, 19. Februar 18371) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker, Revolutionär, Arzt und Wissenschaftler. Trotz des bescheidenen Umfangs seines Schaffens - im Wesentlichen drei Theaterstücke, eine Novelle und ein Traktat - wurde er vor allem durch seine Dramen La Mort de Danton und Woyzeck mit Verspätung zu einer der herausragenden Figuren der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts.