Hans Blumenberg

Schiffbruch mit Zuschauer

Paradigma einer Daseinsmetapher. 'Bibliothek Suhrkamp'. Neuauflage.
gebunden, 105 Seiten
ISBN 3518222635
EAN 9783518222638
Veröffentlicht April 2011
Verlag/Hersteller Suhrkamp Verlag AG
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Beschreibung

In den großen Metaphern und Gleichnissen schlägt sich nieder, wird abgewandelt und ausgebaut, was an imaginativer Orientierung gewonnen wurde. Eine der immer präsenten Prägungen ist die vom Leben als Seefahrt. Sie umspannt Ausfahrt und Heimkehr, Hafen und fremde Küste, Ankergrund und Navigation, Sturm und Windstille, Seenot und Schiffbruch, nacktes Überleben und bloßes Zuschauen. Die Metapher gibt sowohl den Umriß eines Ganzen von vielen Bedingungen und Möglichkeiten als auch die Grenzwerte des nahezu Unmöglichen, das allen anderen im besten Falle als Seemannsgarn angeboten wird.

Portrait

>Halbjude<. Folglich studierte Blumenberg zwischen 1939 und 1947 mit Unterbrechungen Philosophie, Germanistik und klassische Philosophie in Paderborn, Frankfurt am Main, Hamburg und Kiel. 1947 wurde Blumenberg mit seiner Dissertation Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Hier habilitierte er sich 1950 mit der Studie Die ontologische Distanz. Eine Untersuchung über die Krisis der Phänomenologie Husserls. Sein Lehrer während dieser Zeit war Ludwig Landgrebe. Im Jahr 1958 wurde Blumenberg in Hamburg außerordentlicher Professor für Philosophie und 1960 in Gießen ordentlicher Professor für Philosophie. 1965 wechselte er als ordentlicher Professor für Philosophie nach Bochum und ging im Jahr 1970 an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wo er 1985 emeritiert wurde. Blumenberg war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz (seit 1960), des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitgründer der 1963 ins Leben gerufenen Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik«.

Pressestimmen

»Blumenberg verlängert die Geschichte der Metapher nicht bis in die Gegenwart. Der Essay ist trotzdem ein ausserordentliches intellektuelles Vergnügen. Dem heutigen Leser bietet er zwei Einsichten: Er vermittelt - erstens - einen Einblick in die ungeheure historische Distanz. Früher dauerte es Wochen, bis Katastrophen wenigstens der Minderheit der Lesekundigen bekannt wurden. Die zweite Einsicht irritiert stärker: Heute können wir viele Katastrophen weltweit live mitverfolgen.«

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