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Zu gehen bedeutet, wenn man es nur will, sein eigenes Bewusstsein für ganz konkrete Dinge zu schärfen. Zu gehen bedeutet aber auch, im Fluss zu bleiben, nicht zu erstarren und damit etwas zur eigenen Persönlichkeitsbildung beizutragen. Bildung verlangt ganz offensichtlich eine Sensibilität für den Wandel, die Loslösung von Ort und Zeit, soziale und geographische Mobilität und die Bereitschaft, das Neue auf Kosten der Tradition und der Vergangenheit zu begrüßen - was eine bewegliche Haltung wie die des Gehens erforderlich macht. Um wirklich "beweglich" zu sein, müssen aber auch Wissenstraditionen einbezogen werden, die außerhalb des Mainstreams liegen.
Beim Gehen findet ein Prozess statt, der zu einer wechselhaften Durchdringung des Physischen mit dem Geistigen, der Innen- mit der Außenwelt führt. Ist dies reine Romantik? Reiner Idealismus?
Zur Sprache kommen aufeinanderfolgende Assoziationen mit abrupten Perspektivwechseln von Zeiten und Räumen, Traum und Wirklichkeit.
Heinrich Geiger: Nach einem Promotionsstudium der Sinologie, Philosophie, Chinesischen Kunst und Archäologie an der LMU München langjährige Tätigkeit in der entwicklungspolitischen Bildungszusammenarbeit. Regionaler Schwerpunkt: Ostasien, Südostasien. Zahlreiche Publikationen in Aufsatz- und in Buchform zur interkulturellen Ästhetik, Kunst und Philosophie. Vortragstätigkeit und künstlerische Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Ost und West. Der Autor betreibt den Blog "aesthetische-spaziergaenge".