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Dieses Buch enthält die persönlichen Erinnerungen von Heinz Böhme, der seine Kindheit und Jugend in den Jahren vor und während des Nationalsozialismus sowie seine frühen Erwachsenenjahre schildert. Der Autor beschreibt das Leben unter einfachen Bedingungen, den Alltag in Familie, Schule und Dorf, die schrittweise ideologische Prägung der Jugend sowie den Krieg als allgegenwärtigen Hintergrund des Aufwachsens. Die Erinnerungen entstanden über viele Jahre hinweg in Form eines handschriftlichen Manuskripts, das keiner streng chronologischen Ordnung folgt, sondern dem Verlauf des Erinnerns. Neben Alltagsbeobachtungen finden sich eindringliche Schilderungen von Propaganda, Gewalt, Verlust und Anpassung, aber auch von Neugier, Hoffnung und Überlebenswillen. Besonders eindrücklich ist die spätere Reflexion des Autors über das russische Kriegsgefangenenlager Zeithain und die eigene damalige Wahrnehmung. Die Veröffentlichung des bislang unveröffentlichten Textes wurde durch die Unterstützung von Jiyan Bagi ermöglicht, die das Manuskript digitalisierte und den Weg zur Veröffentlichung begleitete. Das Buch versteht sich als persönliches Zeitzeugnis und als Beitrag zur Erinnerungskultur.
Heinz Böhme wurde am 08.08.1928 in Zeithain bei Riesa geboren. Seine Kindheit und Jugend waren geprägt von wirtschaftlicher Not, der nationalsozialistischen Ideologie, dem Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen. Früh musste er Verantwortung übernehmen und zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Nach dem Ende der Schulzeit begann er eine landwirtschaftliche Ausbildung und erlebte den weiteren Verlauf des Krieges aus der Perspektive eines Jugendlichen. Jahrzehnte später begann er, seine Lebenserinnerungen handschriftlich festzuhalten, ohne sie zunächst zur Veröffentlichung zu bestimmen. Erst im hohen Alter entschloss er sich, das Manuskript zugänglich zu machen. Unterstützt wurde er dabei von seiner Betreuerin Jiyan Bagi, die den Text digitalisierte und die Veröffentlichung begleitete. Heinz Böhme blickt in seinen Erinnerungen selbstkritisch auf die eigene Prägung zurück und benennt Irrtümer, Verblendung und Mitwissen offen. Seine Aufzeichnungen sind ein persönliches Dokument gelebter deutscher Geschichte.