Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Bei genialokal.de kaufen Sie online bei Ihrer lokalen, inhabergeführten Buchhandlung!
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten erschließt in konzentrierter Form einen intimen Quellenraum, in dem philosophische Selbstverständigung, familiäre Bindung und zeitgeschichtliche Erfahrung ineinandergreifen. Die Briefe zeigen keinen systematischen Traktat, sondern eine bewegliche Prosa der Nähe: präzise, dringlich, bisweilen pathetisch, stets vom Bewusstsein moralischer Verantwortung getragen. Im literarischen Kontext der deutschen Spätaufklärung und des Idealismus gewinnen diese Dokumente besonderes Gewicht, weil sie die öffentliche Gestalt des Denkers mit privaten Stimmen und alltäglichen Konflikten verbinden. Johann Gottlieb Fichte, 1762 in Rammenau geboren und 1814 in Berlin gestorben, gehört zu den prägenden Philosophen des deutschen Idealismus. Sein Denken kreist um Freiheit, Pflicht, Ich-Bewusstsein und nationale wie sittliche Erziehung. Die hier versammelten Briefe lassen erkennen, aus welchen sozialen, familiären und geistigen Spannungen solche Begriffe erwuchsen. Fichtes Erfahrungen als Hauslehrer, Universitätslehrer, politisch wacher Intellektueller und Familienmensch bilden den Hintergrund einer Korrespondenz, die Lebensführung und Theorie nicht voneinander trennt. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die Fichte nicht allein als abstrakten Systemphilosophen, sondern als historische Person verstehen wollen. Philologen, Philosophiehistoriker und kulturgeschichtlich interessierte Leser finden darin ein aufschlussreiches Zeugnis persönlicher Kommunikation um 1800. Die Briefe vertiefen das Verständnis eines Denkens, dessen Strenge aus gelebter Verpflichtung hervorgeht.