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Das Lexikon der Gefühle, für die es lange keine Worte gab Hatten Sie schon einmal den plötzlichen Gedanken, dass jeder einzelne die Hauptfigur in seiner Geschichte ist und ein ebenso lebendiges und komplexes Leben führt wie Sie selbst? Dieses Gefühl hat einen Namen: 'Sonder'. Oder vielleicht haben Sie während eines Gewitters einen merkwürdigen Hunger nach Zerstörung verspürt, in der Hoffnung, es würde Ihr Leben aufrütteln? Der Begriff hierfür ist 'Lachesismus'. Oder haben Sie beim Ansehen alter Fotos einen Anflug von Nostalgie für eine Zeit verspürt, die Sie eigentlich nie wirklich erlebt haben? Das ist 'Anemoia'. Wenn Sie diese Begriffe noch nie zuvor gehört haben, liegt das daran, dass sie nicht existierten, bis John Koenig es sich zur Aufgabe machte, die Lücken in unserer Sprache der Emotionen zu füllen. Auf der Suche nach Neologismen für bestimmte Gefühle, Gedanken und Zustände bedient sich Koenig skurriler Etymologien zahlreicher Sprachen wie dem Lateinischen, Japanischen, Deutschen, Altgriechischen, Schwedischen und Englischen. Seine Enzyklopädie vereint ergreifende Lexikonartikel mit inspirierenden Essays, die die vergessenen Winkel der menschlichen Existenz erforschen - von 'Astrophe', der Sehnsucht, über den Planeten Erde hinaus zu forschen, bis hin zu 'Zenosyne', dem Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht.
2009 rief John Koenig das Blog-Experiment dictionaryofobscuresorrows.com ins Leben, das es sich zur Aufgabe machte, Neologismen für Gefühle und Zustände zu suchen, für die es in keiner Sprache Wörter gibt. Später weitete er das Vorhaben auf YouTube aus, sprach die bereits existierenden Texte selbst ein und unterlegte sie mit Videomaterial. Die Popularität der Serie wuchs im Jahr 2015, als eine Liste von 23 Wörtern auf diversen Social Media Webseiten geteilt wurde. Diese große Resonanz veranlasste ihn dazu, die Texte in einem gebundenen Buch festzuhalten. Einige Wörter aus dem Lexikon, wie Sonder werden bereits von Firmen, Restaurants oder Künstler*innen verwendet. Koenig lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Minnesota. Nach mehreren Jahren in Frankreich lebt und arbeitet Alexandra Baisch inzwischen in München. Sie übersetzt Romane und Sachbücher aus dem Französischen, Englischen und Spanischen und unterrichtet darüber hinaus im Masterstudiengang für literarisches Übersetzen.