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Zur »Volksgenossin« und »deutschen Mutter« sollten in der NS-Zeit Mädchen erzogen werden - speziell vom BDM. Wie ihnen zum einen Feindbilder, zum anderen Geschlechterzuschreibungen mittels der BDM-Mitgliederzeitschrift eingeprägt werden sollten, zeigt diese Studie. In »Das Deutsche Mädel« ist dies unverfälscht und ganz konkret analysierbar: Wie wurde Rassenlehre, Judenfeindschaft, Antiziganismus und Kolonial(rass)ismus eingeprägt? Was und v. a. wie wurde Mädchen zum >idealen< »deutschen Mädel« und in puncto Geschlechterverhältnisse vermittelt? Wie wurde versucht, künftige Partnerwahl und Kinderwünsche zu steuern?
Jonas Riepenhausen arbeitet und promovierte an der Frankfurter Goethe-Universität am Fachbereich Erziehungswissenschaften. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Pädagogik und Schul-/Erziehungssystem in der NS-Zeit, besonders der »Bund deutscher Mädel« und Erziehung/Sozialisation von Mädchen sowie Antisemitismus-, Rassismus-, Eugenik- und Antiziganismus-Kontinuitäten in die Gegenwart, zudem >Erziehung nach Auschwitz< und Gedenkstätten(pädagogik).