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Gesellschaftliche Krisen fordern die Resilienzfähigkeit von Individuen und Kollektiven gleichermaßen heraus. Verbitterung wird in diesem Buch als ein Phänomen misslingender Resilienz mit adversen Erfahrungen verstanden. Weil dies sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene virulent ist, verlangt eine theologische Beschäftigung sowohl eine seelsorgerliche wie auch eine (sozial-)ethische Perspektive. Um dieser Zwischenstellung des Phänomens gerecht zu werden, verortet sich die Arbeit im interdisziplinären Bezugsfeld zwischen psychologischer Verbitterungsforschung (insbesondere Michael Lindens Vorschlag einer Posttraumatischen Verbitterungsstörung) und (moral-)philosophischem Ressentiment-Diskurs. Anhand von Bitterkeitssemantik in ausgewählten Textkorpora der christlichen Tradition (Altes und Neues Testament, Augustins Bekenntnisse und Martin Luthers Postillen) wird eine "Grammatik" der christlichen Rede von Verbitterung ermittelt. Daraus lassen sich zudem Potentiale für einen gelingenden Umgang mit widrigen Erfahrungen zu Vermeidung und Überwindung von Verbitterung gewinnen und als Angebot für das interdisziplinäre Gespräch formulieren.
Jonathan Weider, Universität Bamberg, Bamberg.