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Isst mein Kind noch normal? Oder ist das bereits eine Essstörung? Viele Eltern sind verunsichert, wenn ihre Kinder auffällig viel oder wenig essen, sich zurückziehen oder Mahlzeiten ausfallen lassen. Julia Steppat litt selbst sieben Jahre an Magersucht, das Thema Essstörungen wurde ihre Lebensaufgabe - zunächst, um selbst gesund zu werden, seither bei der Beratung und Unterstützung Betroffener und deren Angehöriger. Die Psychologin, Ernährungsberaterin und ehrenamtliche Beraterin bei ANAD e. V. weiß: Essstörungen, ob Binge-Eating, Magersucht oder Bulimie, resultieren immer aus dem Familiären System. Feinfühlig und mit viel Wissen erläutert die Expertin die Ursachen und zeigt Betroffenen und Angehörigen Wege aus der Krankheit auf.
Julia Steppat ist Psychologin, Ernährungsberaterin und ehrenamtliche Beraterin bei ANAD e.V. Sie war sieben Jahre lang selbst magersüchtig und coacht heute Betroffene und deren Angehörige auf deren Weg aus der Essstörung, die sie als systemische Erkrankung begreift. Ihr Tätigkeitsfeld umfasst Binge Eating, Grazing, Bulimie und Magersucht sowie sämtliche Mischformen von Essstörungen.
> Erläuterung von Krankheitsgewinn/Entstigmatisierung - Kennzeichen wie Rückzug, Selbstwertzweifel, typische ES Signale - Essen aufsparen, weglassen von Lebensmitteln, sozialer Rückzug... Essen als Emotionsregulation - es geht nicht ums Essen, sondern der Wunsch nach Kontrolle, Anerkennung und der Frage "wer bin ich eigentlich?" Teil 2: Der stille Schrei der Seele Man muss doch einfach nur essen, oder? - Ziel hier zu erkennen, dass das offensichtliche Symptom nicht das Problem ist Sucht - Flucht in eine Parallelwelt - Was verändert sich durch Sucht im Gehirn? - Körper als Ventil, um nach außen hin Grenzen zu setzen & Aufmerksamkeit zu bekommen "Mama ich brauche dich" Was steckt hinter dem Gefühl "Ich bin zu dick?" - zu dick = Angst davor Raum einzunehmen Betroffene haben Angst Grenzen zu setzen, oder auch aus ihrer Rolle im Elternhaus auszubrechen Diese Gefühle dahinter (Angst, Zweifel, Scham) werden auf den Körper projiziert Teil 3: Für Angehörige Sie sind nicht schuld! Was sind Auslöser? - Der Wunsch nach Zusammenhalt - ES als Spannungsableiter von Konflikten - "Ich möchte endlich selbst bestimmen!" - Rebellion im Familiensystem Essstörungen als Familienkrankheit - ES als Appell an das eigene Familiensystem Verhaltensregeln für Eltern Im Schatten - das Geschwisterkind Gemeinsam als Familie helfen - Wir drücken uns nicht vor der Verantwortung, denn es geht nicht, um Schuld, sondern das System wieder ins Gleichgewicht zu bringen Teil 4: Aus der Praxis Mein Kind ist essgestört - was nun? - Was kann ich, als Elternteil tun & wir als Familie helfen - Selbstfürsorge Tools (ich bin auch wichtig, darf auf mich achten -> auch wenn mein Kind krank ist Erste Phase Kampf um Krankheitseinsicht - Kommunikation (was hilft/was ist kontraproduktiv) -> persönliche Komponente meiner Zeit - Gefahr Co-Abhängigkeit -> Kind zieht alle in Krankheit mit ein Zweite Phase Der steinige Recoveryweg - Rolle Geschwisterkind - wie kann ich allen gerecht werden? - Schwieriges Erbe: Themen in der Familie (Kontrolle, Perfektionismus, Identität...) - Unbewusste Muster aufdecken (was fördert die Krankheit?) Dritte Phase Umgang mit Rückschlägen und Prävention - Regeln im Alltag - Warnsignale, wenn sich die ES wieder einschleicht -> Plan, was kommt dann/ wird unternommen Teil 5: Die scheinbar perfekte Welt - Einfluss von Social media auf unsere gesellschaftliche Dimension - Gefährliche Ideale zu Körperbild, Essverhalten und Körperzufriedenheit