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Die vorliegende Studie verdeutlicht eine gemeinsame Grundlage der Geisteswissenschaften, eine ihnen durchgängig eigene Sicht auf die Welt. Dies ist keine Einheitssicht, sondern setzt die unterschiedlichen Geisteswissenschaften so zueinander in Beziehung, dass jede ihrer Methoden in einem Feld grundsätzlicher Möglichkeiten ihren Ort hat. Dieses Feld beschreiben wir als eine Typologie, die als Logik intentionaler Beziehungsweisen und wissenschaftlicher Verstehensweisen definiert wird. Im Unterschied zur klassischen zweiwertigen Logik ist diese Logik vierwertig. Vierertypologien gibt es in vielen Geisteswissenschaften, doch die Vierzahl wird nirgends begründet, oft sogar als unwissenschaftlich abgetan. Sie ist jedoch der Schlüssel zur Welt der Beziehungen im Unterschied zur Welt der Objekte.
Matthias Freise hat Slavische Philologie und Philosophie in Hamburg studiert. Er ist seit 2003 Professor für Slavische Literaturen und Komparatistik in Göttingen. Er hat dort den Studiengang Weltliteratur eingerichtet und leitet ihn. Katja Freise hat Slavische Philologie und Romanistik in Leipzig studiert. Nach ihrer Promotion in Oldenburg lehrt sie seit 2019 an der Universität Göttingen, wo sie auch den Studiengang Weltliteratur koordiniert.