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Die Arbeit untersucht die Verfahrensbeistandschaft aus Sicht der Rechtsposition des Kindes im familiengerichtlichen Verfahren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Verhältnis zwischen Verfahrensbeistand und Kind rechtlich zu qualifizieren ist und welche Folgen sich aus den Rechten des Kindes für die Aufgabenwahrnehmung des Verfahrensbeistands ergeben. Beleuchtet werden verfassungs- und verfahrensrechtliche Grundlagen sowie spezifische Spannungsfelder, die sich insbesondere bei älteren, verfahrensfähigen Kindern zeigen. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage einer möglichen Haftung des Verfahrensbeistands gegenüber dem Kind diskutiert. Neben einer kritischen Analyse der gegenwärtigen Rechtsprechung und Praxis berücksichtigt die Arbeit auch aktuelle gesetzgeberische Entwicklungen. Ziel ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der rechtlichen und praktischen Rahmenbedingungen der kindlichen Interessenvertretung zu leisten.
Lisa Wietkamp studierte Rechtswissenschaften an der Universität Münster, an der sie zudem als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war und auch ihre Promotion abschloss. Derzeit ist sie Referendarin am Kammergericht Berlin.