Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Bei genialokal.de kaufen Sie online bei Ihrer lokalen, inhabergeführten Buchhandlung!
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
TRON war nie nur ein Film über Computer.
Er war ein früher Mythos über das Verhältnis von Mensch, Maschine, Schöpfung und Kontrolle.
1982 öffnete TRON ein Kinoportal aus Licht, Raster, Neon und digitalem Glauben. In einer Zeit, in der Personal Computer gerade erst begannen, in den Alltag einzudringen, stellte der Film bereits Fragen, die heute drängender wirken denn je: Was geschieht, wenn der Mensch seine Gedanken in Maschinen legt? Wann wird aus Programmierung Identität? Kann Code Bewusstsein tragen? Und was passiert, wenn die Schöpfung beginnt, ihren Schöpfer zu beobachten?
TRON - Zwischen Schöpfer und Schöpfung liest den ursprünglichen Film von 1982, TRON: Legacy , TRON: Uprising und TRON: Ares als zusammenhängenden digitalen Mythos. Im Zentrum stehen Kevin Flynn als moderner Prometheus, das Master Control Program als algorithmische Machtfigur, CLU als narzisstischer Traum vom perfekten System und die wiederkehrende Frage nach einer Seele im Code.
Das Buch verbindet Filmgeschichte, Psychologie, Philosophie und digitale Kultur . Es untersucht die Welt des Rasters als Schöpfungsraum, als Kontrollsystem, als Spiegel des menschlichen Bewusstseins und als Vorahnung unserer heutigen Gegenwart zwischen Künstlicher Intelligenz, Simulation, algorithmischer Ordnung und digitaler Selbstbeobachtung.
Dabei geht es nicht um technische Prognosen und nicht um bloße Nostalgie. Die Analyse fragt nach den kulturellen, symbolischen und psychologischen Bedeutungen hinter den ikonischen Neonbildern: nach dem Glauben der Programme an ihre User, nach dem digitalen Prometheus-Mythos, nach Platons Höhle im Code, nach Perfektion als Gefahr und nach Empathie als Störung im System.
Im Buch:
- Filmanalyse: TRON 1982, Legacy, Uprising und Ares im Zusammenhang
- Figuren & Psyche: Flynn, Tron, MCP, CLU, Quorra und Ares
- Mythos & Deutung: Prometheus, User-Glaube, digitale Seele, Höhle des Codes
- Technik & Kontrolle: KI, Perfektion, algorithmische Macht und Verantwortung
- Stil & Wirkung: Neon, Raster, Licht, Sound und die Ästhetik des Digitalen
Ein essayistischer Filmband über einen Science-Fiction-Klassiker, der lange vor unserer Gegenwart ahnte, dass digitale Systeme mehr sein könnten als Werkzeuge: Spiegel, Götter, Gefängnisse - und vielleicht die ersten Räume eines neuen Bewusstseins.
Markus Brüchler (geb. 1970) ist Autor, Essayist und Herausgeber filmphilosophischer Werke. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den psychologischen und mythologischen Tiefen des Kinos. Seine Analysen verbinden klassische Psychoanalyse (Freud, Jung, Adler) mit moderner Kultur- und Medienphilosophie. Nach früheren Tätigkeiten im IT- und Verlagsbereich gründete er den Colla & Gen Verlag, in dem er heute eigene und kuratierte Buchreihen veröffentlicht. Mit Projekten wie "Die Evolution des Filmnerds" und den philosophischen Filmbüchern verknüpft Brüchler Popkultur, Psychologie und autobiografische Reflexion zu einer einzigartigen Form der Kulturkritik. Er lebt und arbeitet in Nordrhein-Westfalen.