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Sprache im Nationalsozialismus: Bisher wurde dieses Thema vor allem mit rhetorischen Analysen der NSDAP-Parteisprache behandelt. Dieses Buch rückt nicht das Medium Sprache, sondern den Adressaten in den Vordergrund: Es untersucht nicht die Worte, sondern die in ihnen hinterlegten Mentalitäten. Es analysiert nicht die Sprache von NSDAP-Parteispitzen, sondern die von bürgerlichen Journalisten im Dritten Reich. Zunächst wird das bürgerliche Wissen über Sprache seit Humboldt dargestellt. Danach wird der Verbleib dieses Wissens, seine Funktion und Wirkungsweise in Goebbels' Zeitung Das Reich untersucht. Welche Wissensbestände hatte die bürgerliche Schicht verinnerlicht? Wie wurde dieses Wissen im Nationalsozialismus zur Herrschaftssicherung genutzt? Amalgamierungen, Brüche und Kontinuitäten kennzeichnen das Ergebnis - das traditionelle Wissen konnte sich einer Instrumentalisierung nicht entziehen.
Der Autor: Mathias Aljoscha Winde, 1973 geboren, studierte deutsche Philologie, Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten in Köln und Warwick (England). Er schloss sein Studium 2000 mit dem Magister Artium ab und promovierte 2001. Seit 1999 arbeitet er am Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Bereich Bildung und Arbeitsmarkt.
Aus dem Inhalt: Zur Kontinuität von Wissen - Das bürgerliche Wissenssystem Sprache - Goebbels' Zeitung Das Reich - Konfliktlinie 1: Sprachkritik vs. Sprachverwendung - Konfliktlinie 2: Sprachideologie vs. Rassenideologie - Die Herstellung des Einverständnisses: Brüche und Kontinuitäten - Zur Sprache im Faschismus - Ausblick: Von der Schuld der Sprache und der Unschuld der Überzeugungen.