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"In Purpurner Finsterniß" von Michael Georg Conrad ist ein futuristischer Roman, der im 30. Jahrhundert spielt und eine dystopische Gesellschaft beschreibt. Die Geschichte folgt den Protagonisten Grege und Jala, die aus der unterirdischen Stadt Teuta fliehen, um ein freies Leben zu suchen. Teuta ist eine streng regulierte Gesellschaft, in der Gleichheit und Kontrolle über allem stehen. Die Menschen leben unter der Erde, um den Naturgewalten zu entgehen, und haben sich von der Natur entfremdet. Grege und Jala, die sich in dieser Welt nicht mehr wohlfühlen, wagen die Flucht in die Freiheit. Auf ihrer Reise durch die Wüste werden sie von den Angelos, einer anderen Gruppe von Menschen, gefangen genommen. Währenddessen wird in Teuta über die Stabilität der Gesellschaft und die Bedrohungen von außen diskutiert. Die Geschichte thematisiert die Konflikte zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Kontrolle sowie die Sehnsucht nach einem authentischen Leben in Harmonie mit der Natur. Conrad zeichnet ein Bild einer Welt, in der technologische Fortschritte und soziale Kontrolle die Menschlichkeit verdrängt haben, und stellt die Frage, ob wahres Glück in einer solchen Umgebung möglich ist.
Conrad war der älteste Sohn eines Landwirtes aus Gnodstadt (heute Ortsteil von Marktbreit) in der Nähe von Ochsenfurt. Er besuchte das Lehrerseminar in Altdorf bei Nürnberg, um Pädagogik zu studieren. Später kamen noch die Fächer Philosophie und Moderne Philologie hinzu. Conrad wechselte später an die Universitäten von Genf, Neapel und Paris. Sein Studium schloss er 1868 mit einer Promotion zum Dr. phil ab.