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Sowohl in der Soziologie als auch in der Geschichtswissenschaft hat die Beschäftigung mit Gewalt in den vergangenen Jahren vielerlei Anregungen durch die »Neue Gewaltsoziologie« erfahren. Jedoch mehren sich in Fachkreisen die Zweifel, ob »dichte Beschreibungen« der Gewalt hinreichen, um sie zu verstehen, oder ob es nicht notwendig ist, Gewalt wieder stärker in Zusammenhänge zu stellen und aus ihnen heraus zu begreifen. Dieses Buch wählt einen gänzlich neuen Zugang: Es geht von der Anthropologie aus und versucht, deren Ergebnisse - insbesondere die Arbeiten der »Amazoniker«, meist französischer und brasilianischer Autoren, die hierzulande wenig gelesen werden - für den Entwurf einer Gewalttheorie zu nutzen, die verschiedene Wissenschaftsdisziplinen miteinander ins Gespräch bringt. In Gestalt eines Essays, in der Methode des Vergleichs und mit Blick auf nichtwestliche Kulturen gewinnt Michael Riekenberg faszinierende Gesichtspunkte und Kategorien, die es erlauben, in neuer Weise über die Gewalt in unserer Welt nachzudenken.
Michael Riekenberg ist emeritierter Professor für Vergleichende Geschichtswissenschaft und Geschichte Lateinamerikas an der Universität Leipzig. Er gilt als einer der führenden Gewaltforscher zur Geschichte Lateinamerikas.
Inhalt Vorwort 7 Kapitel 1Woher? Wohin? 9 Kapitel 2Wovon spreche ich?19 Kapitel 3Eine Abschweifung37 Kapitel 4Ontologien45 Kapitel 5Der Mythos 61 Kapitel 6Über Umgebungen 64 Kapitel 7Über das Räuberische77 Kapitel 8Die Mimesis 90 Kapitel 9Die Revolution98 Kapitel 10Metamorphosen 102 Kapitel 11Die Furcht 110 Kapitel 12Der Jaguar-Staat 125 Kapitel 13Der Bürgerkrieg133 Kapitel 14Im Spiegel 137 Kapitel 15Der gegenständliche Blick 147 Schluss151 Anmerkungen 153 Literatur161 Namensregister 163