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Matisse 'zeichnete' mit der Schere. Die Metapher der "dichtenden Schere" des Filmtheoretikers Béla Balázs legt den Akzent auf die Spannung zwischen einem technischen Verfahren und der Möglichkeit, dieses zum künstlerischen Darstellungsprinzip zu machen. Welches produktive Potential liegt in der Herstellung von Diskontinuitäten mit Hilfe des Schnitts? Wie sieht die durch den Schnitt bedingte Intervention in unterschiedlichen Medien aus? Der Schnitt ist in seinen ästhetischen Möglichkeiten in höchstem Maße wandlungsfähig und innovativ. Denn die Medialität des Schnitts in Text, Bild und Film wird unter jeweils anderen Voraussetzungen ästhetisch verfügbar gemacht. Diese Dynamik in ihren Transformationen wird an prägnanten Beispielen, vorwiegend aus der französischen und italienischen Kultur, verfolgt, um vor Augen zu führen, wie der fundamentale Akt des Schnitts seit der Antike bis heute immer neue ästhetische Spielräume erschließt.
Patricia Oster ist Professorin an der Universität des Saarlandes. Sie ist Romanistin und Komparatistin. Schwerpunkt ihrer Forschung sind die französische und italienische Literatur sowie die vergleichende Medienästhetik. Neben einer großen Zahl von Aufsätzen und Sammelbänden mit Studien zu Literatur, Bild und Film legte sie eine Monographie zu Marivaux und dem Ende der Tragödie sowie zum Schleier im Text als Funktionsgeschichte eines Bildes vor.