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Für Peter Sloterdijk ist die Erde ein »Planet der Übenden«. Bauern, Arbeiter, Krieger, Schreiber, Yogi, Rhetoren, Instrumentalvirtuosen oder Models, sie alle sind Übende und verkörpern am deutlichsten die Existenzweise des Menschen als sich durch Übungen selbst erzeugendes Wesen. Rainer Maria Rilke hat den Antrieb zu solchen Exerzitien zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Form gefaßt: »Du mußt dein Leben ändern.« In seiner großen Untersuchung zur Natur des Menschen versammelt Peter Sloterdijk Trainingspläne und Höchstleistungen zu einer vergnüglich-instruktiven Lektüre von den Übungen, die erforderlich sind, ein Mensch zu sein und zu bleiben. Peter Sloterdijk fordert in seinem Bestseller eine grundlegende Veränderung der Sicht auf den Einzelnen und die Gesellschaft. Den Kern seiner Wissenschaft vom Menschen bildet die Einsicht von der Selbstbildung alles Humanen. Der Mensch, der sich als Übender immer wieder selbst erzeugt, wird zum über sich hinausgehenden Wesen.
Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel Strukturalismus als poetische Hermeneutik. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel Die Ökonomie der Sprachspiele. Zur Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution. Im Jahre 1976 wurde Peter Sloterdijk von Professor Klaus Briegleb zum Thema Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918-1933 promoviert. Zwischen 1978 und 1980 hielt sich Sloterdijk im Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune auf. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Das 1983 im Suhrkamp Verlag publizierte Buch Kritik der zynischen Vernunft zählt zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. 1987 legte er seinen ersten Roman Der Zauberbaum vor. Sloterdijk ist emeritierter Professor für Philosophie und Ästhetik der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und war in Nachfolge von Heinrich Klotz von 2001 bis 2015 deren Rektor.
Der Planet der Übenden 1. Der Befehl aus dem Stein (Rilkes Erfahrung) 2. Ferner Blick auf den asketischen Stern (Nietzsches Antikeprojekt) 3. Nur Krüppel werden überleben (Unthans Lektion) 4. Letzte Hungerkunst (Kafkas Artistik) 5. Pariser Buddhismus (Ciorans Exerzitien) U-bergang: Religionen gibt es nicht Von Pierre de Courbertin zu L. Ron Hubbard I Die Eroberung des Unwahrscheinlichen * Für eine akrobatische Ethik * Programm: Übungsanthropologie * Hohe Psychologie (Die Hinaufpflanzungslehre und der Sinn von "Über") * Was heißt: Hinauf? Für eine Kritik der Vertikalen * Artistenzeit * Naturakrobatik auf dem Mount Improbable * Primären Konservatismus und Neophilie * Artistenmetaphysik * Die Asketik vernatürlichen II Übertreibungsverfahren * Erste Exzentrik (Von der Absonderung der Übenden und ihren Selbstgesprächen) * Vollendete und Unvollendete (Wie der Geist der Perfektion die Übenden in Geschichten verstrickt) * Meisterspiele (Von den Trainern als Garanten der Übertreibungskunst) III Die Exerzitien der Modernen * Perspektive: Wiederverweltlichung des zurückgezogenen Subjekts * Kunst am Menschen (In den Arsenalen der Anthropotechnik) IV Im auto-operativ gekrümmten Raum * Neue Menschen zwischen Anästhesie und Biopolitik V Übungen und Fehlübungen * Zur Kritik der Wiederholung * Maligne Wiederholungen I: Die Kultur der Lager * Maligne Wiederholungen II: Die Erosion der Schule * Maligne Wiederholungen III: Das selbstbezügliche Kunstsystem der Moderne