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Ein geheimnisvoller Tanz zwischen Leben und Tod entfaltet sich in Richard von Schaukals "Eros Thanatos". In einer Welt, die von den Spannungen der Jahrhundertwende geprägt ist, navigiert der Leser durch die komplexen Gefühlswelten der Protagonisten. Schaukal, ein Meister der literarischen Psychologie, entwirft ein Bild der menschlichen Seele, das sowohl faszinierend als auch erschreckend ist. Die Erzählung spielt in einer Zeit des Umbruchs, in der alte Werte hinterfragt und neue Ideale geboren werden. Die zentrale Frage, die sich durch das Werk zieht, ist die nach der Vergänglichkeit und der ewigen Suche nach Sinn und Erfüllung. Die Themen Liebe und Tod, die im Titel bereits anklingen, werden in einer Weise behandelt, die den Leser in ihren Bann zieht. Schaukal gelingt es, die feinen Nuancen menschlicher Beziehungen und die unausweichliche Konfrontation mit der Endlichkeit des Lebens darzustellen. Die Charaktere sind in ihrer Vielschichtigkeit und inneren Zerrissenheit Spiegel ihrer Zeit und ihrer eigenen Existenz. Durch die kunstvolle Verflechtung von Erzählsträngen und die tiefgründige Charakterzeichnung bietet "Eros Thanatos" nicht nur eine literarische Reise, sondern auch eine Reflexion über die grundlegenden Fragen des Lebens. Der Leser wird eingeladen, über die eigene Sterblichkeit und die Bedeutung von Liebe und Verlust nachzudenken.
Nach der Schulzeit in Brünn studierte Richard Schaukal Rechtswissenschaften in Wien und trat anschließend in den Staatsdienst ein. 1898 promovierte er zum Dr. jur. und wurde 1899 an die Bezirkshauptmannschaft nach Mährisch Weißkirchen versetzt. Ebenfalls 1899 heiratete er Fanny Hückel, die Tochter eines Hutfabrikanten, mit der er drei Kinder hatte.[1] Seine Karriere als Staatsbeamter verlief ausgesprochen erfolgreich; 1903 wurde er in das Ministerialpräsidium nach Wien berufen, 1908 zum Ministerialsekretär, 1909 zum Sektionsrat und 1911 zum Ministerialrat ernannt, 1918 wurde er durch Kaiser Karl nobilitiert. Noch im gleichen Jahr verließ er den Staatsdienst, um von da an ausschließlich als freischaffender Dichter, Kritiker und Übersetzer zu arbeiten. Schaukal starb 1942 in Wien, wo er zuletzt mit seiner Familie in der Cobenzlgasse 42 in Döbling, XIX. Wiener Gemeindebezirk wohnte.