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Was treibt einen Menschen an, sein Leben in Worte zu fassen? Rudolf Georg Bindings "Erlebtes Leben" ist mehr als nur eine Autobiografie; es ist ein Fenster in die Seele eines Mannes, der die Wirren des frühen 20. Jahrhunderts durchlebte. In einer Zeit, die von Umbrüchen und Kriegen geprägt war, bietet Binding einen intimen Einblick in seine Gedankenwelt und seine Erfahrungen. Der Leser wird in die Welt eines Mannes entführt, der sowohl die Höhen als auch die Tiefen des Lebens kannte. Die Erzählung beginnt in der Kaiserzeit und führt durch die Wirren des Ersten Weltkriegs bis in die Weimarer Republik. Binding, ein Mann von Bildung und Kultur, reflektiert über die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen seiner Zeit und wie diese sein persönliches Leben beeinflussten. Die Themen Ehre, Pflicht und der innere Kampf zwischen persönlichem Glück und gesellschaftlicher Verantwortung ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk. Diese autobiografische Erzählung ist nicht nur ein Zeugnis eines individuellen Lebens, sondern auch ein Spiegel der damaligen Gesellschaft. Durch Bindings präzise und eindringliche Sprache wird der Leser dazu angeregt, über die eigenen Werte und Überzeugungen nachzudenken. "Erlebtes Leben" bietet eine wertvolle Perspektive auf die Herausforderungen und Dilemmata, die das Leben in einer sich schnell verändernden Welt mit sich bringt.
Rudolf Binding wurde als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Sein Vater Karl stammte aus einer traditionsreichen Anwaltsfamilie und war ein international anerkannter Strafrechtslehrer, der ein Jahr vor Rudolf Georgs Geburt heiratete und an die Universität Basel berufen wurde. Um 1870 ging die Familie nach Freiburg im Breisgau. Nach dem Krieg zog die Familie weiter nach Straßburg, das nun deutsch war. Der Vater lehrte für kurze Zeit (1872) an der neu gegründeten Universität und siedelte 1873 mit seiner Familie nach Leipzig über, wo er Dekan der juristischen Fakultät war. Der Sohn wuchs wohlbehütet in einem stattlichen Bürgerhaus auf (Ferdinand-Lassalle-Str. 6) und ging in Leipzig zur Schule. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte er bis 1935 in Buchschlag bei Frankfurt am Main, danach bis zu seinem Tod in Starnberg.