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Silvia Pistotnig ist das, was man manchmal ein bisschen neidisch als "fit" bezeichnet. Ein Tag ohne Workout- Einheit macht sie grantig. Das passt schon, denn ein trainierter Body signalisiert: Ich investiere in mich, ich will gesund sein, ich will Erfolg. Silvia Pistotnig zweifelt - und hört endlich ganz bewusst auf ihren Körper. Und der fragt kritischer nach als erwartet: Magst du mich eigentlich? Kannst du mich wertschätzen? Wovor läufst du davon? Und hey, feministisch, raunzt er, ist das nicht, was du machst. Das sitzt. Eine Kindheit ohne Sport, ein Körper, den man der Veränderung durch Mutterschaft und Alter entreißen will, das große Hadern mit Schönheitsidealen und der eigenen Sterblichkeit: Silvia Pistotnig enthüllt, wie unbarmherzig wir auf uns selbst schauen - und dass unser Leben Gewicht haben darf.
Silvia Pistotnig, geboren 1977 in Kärnten, lebt und arbeitet in Wien. Sie hat zweimal das Arbeitsstipendium des Bundes, den Literaturpreis des Landes Kärnten und das Projektstipendium des Bundes erhalten. Neben ihren Romanen "Nach- richt von Niemand" (2010) "Tschulie", (2017), "Teresa hört auf" (2021) und "Die Wirtinnen" (2023) hat sie in Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht.