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Drei Monate, 2000 Kilometer, endlose Weiten: Tamara Lunger wagt eine außergewöhnliche Expedition durch die mongolische Steppe - begleitet nur von ihrem Lastenkamel Tùje. Diese Reise ist mehr als ein Abenteuer: Sie wird zur intensiven Begegnung mit der Natur, der Stille und vor allem mit sich selbst. Abseits der höchsten Berge der Welt sucht Lunger die Herausforderung in der Einsamkeit. Kein Gipfel, kein Wettkampf, sondern das Erreichen des "Nirgendwo". Die Steppe wird zum Spiegel der eigenen Gedanken, die Stille zur Lehrmeisterin. Ohne vertraute Sprache, ohne gewohnte Strukturen, entsteht eine tiefe Verbindung zu ihrem Begleiter - dem Kamel. Doch die Kommunikation mit den Einheimischen bleibt schwierig, die Isolation spürbar. Die Expedition offenbart die Schönheit und Härte des Lebens in der Steppe: extreme Temperaturen, karge Landschaften, die tägliche Suche nach Wasser und Nahrung. Gleichzeitig schenkt sie Momente von unvergleichlicher Freiheit und Erkenntnis. "Ich habe neue Seiten von mir kennengelernt und bin daran gewachsen", resümiert Lunger. Schmerzliche Erinnerungen an frühere Grenzerfahrungen - wie die Winterexpedition am K2 - begleiten sie, doch diesmal geht es nicht um Rekorde, sondern um das Wesentliche. Wie in ihren Vorgängerbüchern fungiert die Autorin hier als Vorbild für die jüngeren Generationen, sich Ziele zu setzen, diese zu fokussieren und Resilienz zu entwickeln, diese trotz widriger Umstände umzusetzen.
Tamara Lunger ist Extrembergsteigerin, Abenteurerin, Autorin und Keynote-Speakerin aus Südtirol. 2014 bestieg sie den K2 ohne zusätzlichen Sauerstoff und ohne Hochträger. In den folgenden Jahren verlagerte sich ihr Fokus zunehmend auf Winterexpeditionen an den Achttausendern - die wohl kompromissloseste Form des Höhenbergsteigens. Am Nanga Parbat fehlten ihr 2016 nur wenige Meter, um als erste Frau der Geschichte eine Wintererstbesteigung eines Achttausenders zu schaffen. Später folgten Winterexpeditionen an den Gasherbrums und erneut am K2. Diese Erfahrungen, Grenzsituationen und auch der Verlust enger Freunde veränderten ihren Blick auf Leistung und Erfolg grundlegend. Heute sucht Tamara nicht mehr nur den Gipfel, sondern vor allem die Begegnung mit sich selbst. Ob im Himalaya, beim Paragleiten oder 2000 Kilometer zu Fuß mit einem Kamel durch die Mongolei: Als "Soul Mountaineer" verbindet sie Abenteuer mit der Suche nach Freiheit, Authentizität und dem Mut, den eigenen Weg zu gehen.