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Von der Lust auf Veränderung - ein Plädoyer für Mut in krisenhaften Zeiten.
Kommt man von einer Reise nach Deutschland zurück, spürt man es besonders stark: Unser Land wirkt ängstlich, verzagt, gelähmt. Nichts flirrt. Alle zusammen fahren auf Sicht, verwalten den Status Quo, schieben Verantwortung ab, meistens an irgendwelche Statistiken. An der Macht sind vor allem Menschen mit zivilem Temperament, die nicht anecken, aber auch nichts Großes wagen. Wie konnte es so weit kommen? Warum haben wir verlernt, wie das geht: mutig sein? Und wie können wir als Gesellschaft wieder lebendig, resilient werden? Mut bedeutet, dass man sich Wahrheiten stellt. Trotz Gegenwind tut, was man für richtig hält. Sich - als Mensch und als Gesellschaft - auf einen Weg begibt, von dem man nicht weiß, ob er ans Ziel führt, aber man spürt, dass er richtig ist.
Tobias Haberl, geboren 1975 im Bayerischen Wald, hat in Würzburg und Großbritannien Latein, Germanistik und Anglistik studiert. In den Jahren 2001 und 2002 war er freier Journalist in Berlin, besuchte dann die Henri-Nannen-Schule Hamburg und ist seit 2005 Redakteur im Magazin der 'Süddeutschen Zeitung'. 2016 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Zuletzt legte er die Streitschrift 'Die große Entzauberung - Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen' vor (2019). Von Tobias Haberl erschienen außerdem 'Wie ich mal rot wurde' (2011) und, als Herausgeber zusammen mit Alexandros Stefanidis, 'Wir, Ritter der Ehrenrunde' (2016). Der Autor lebt in München.