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Das sudetendeutsche Organisationswesen in den westlichen Besatzungszonen bzw. der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1945 und 1955 wird in diesem Buch multiperspektivisch behandelt. Es bezweckt eine Neubewertung der deutsch-tschechischen Beziehungen jenseits von überkommenen «Volksgruppen»-Vorstellungen. Zentral steht in der Arbeit die Frage der Kontinuität: Das sudetendeutsche Verbandsspektrum der Nachkriegszeit war kein Produkt von «Flucht und Vertreibung», sondern setzte zumeist fort, was bereits vor 1945 im sudetendeutschen Milieu angelegt war. Die Studie geht davon aus, dass die Sudetendeutschen nicht identisch sind mit der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei, sondern nur deren «völkisches» Spektrum repräsentierten, das sich nach 1945 in einem neuen Umfeld konstituierte.
Der Autor: Tobias Weger, geboren 1968, studierte nach einer Übersetzerausbildung Geschichte und Volkskunde in München. Von 1997 bis 2002 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Stadtarchiv München und von 2002 bis 2004 Kulturreferent für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz. Er lebt und arbeitet seit 2004 in Oldenburg.
Aus dem Inhalt : Flüchtlingsorganisationen - Die symbolische Konstruktion der 'Volksgruppe' - Der Vorstoß der Sudetendeutschen in die Politik - Zusammenfassung: Der 'Volkstumskampf' als Kontinuum sudetendeutscher Geschichte.