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Permakultur wird schnell mit der Anlage von Gemüsebeeten und Selbstversorgung in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um eine nachhaltige Planungsstrategie zur Gestaltung komplexer Systeme, für die es bereits den «Alternativen Nobelpreis» gab. Dieses Buch zeigt, wie Permakultur in der Landschaftsarchitektur zur Gestaltung von Freiräumen funktioniert, und verknüpft systemische Planungstheorie anschaulich mit Praxisbeispielen von sowohl urbanen als auch ländlichen Projekten im In- und Ausland. Permakultur erweist sich hierbei als eine wirkungsvolle Herangehensweise, die dazu auffordert, natürliche Systeme und ihre Bestandteile im Kontext zu beobachten und zu verstehen sowie über den Tellerrand des eigenen Fachbereichs hinauszuschauen. Sie eröffnet vielfältige Lösungswege für die jeweilige Situation, bevor wir zu einer Gestaltung kommen. Das Autorenteam ist Teil des Planungsbüros baumrausch, das auf über 35 Jahre Praxiserfahrung zurückblickt und mit diesem Buch einen Einblick in den Planungsprozess gibt - mit jeder Menge praktischer Hinweise und fachlicher Gestaltungsansätze für den Umgang mit Komplexität und dynamischen Prozessen, von der Geländeanalyse über Designmethoden bis hin zu planungsrechtlichen Fragen. Gastbeiträge von Fachleuten zu Ökologie, Prozessbegleitung, Recht und Architektur schaffen einen zusätzlichen Dialog zwischen Fachplanung und Permakultur und beleuchten Anwendung und Nutzen der Planungsstrategie.
Volker Kranz ist Dipl. Permakultur-Designer und leitet als Geschäftsführer das Permakultur-Planungsbüro der Firma baumrausch in Bremen. Die Permakultur-Prinzipien in lebendige Landschaften und ästhetische Lebensräume umzusetzen, ist der roter Faden in seiner Arbeit. Seit über 30 Jahren gibt er außerdem Permakultur-Designkurse an Hochschulen und an der Permakultur-Akademie, wo er auch als Tutor für Permakultur-Studenten arbeitet. Seine beruflichen Wurzeln beginnen mit einer Ausbildung als Baumschuler in Münster. Nach der Lehre gründete er 1984 einen der ersten ökologischen Landschaftsbaubetriebe in Deutschland. Auf der Suche nach passenden Gestaltungsmodellen lernte er wenige Jahre später die Vordenker der Permakultur in Deutschland kennen und widmet sich heute ganz der Gestaltung von Permakultur-Projekten und Waldgärten.Carolin Hüllwegen ist Ingenieurin der Landschaftsarchitektur und Expertin für permakulturelle Geländeanalyse und Konzeptplanung.Rebekka Melloh ist Landschaftsarchitektin und verknüpft die Strategien der Permakultur mit urbanen Projekten und öffentlichem Grün.
Vorwort einer Geschichtenerzählerin 6 Prolog: Systemdesign 8 1 Permakultur als Gestaltungsansatz 13 Die Wurzeln der Permakultur 14 Eine Grundhaltung in der Planung grüner Räume 17 Permakultur in der Landschaftsarchitektur 20 2 Systemverständnis 25 Komplexität und Psychologie 26 Indikatorvariablen und kritische Variablen 28 Vernetzung und Eigendynamik 29 Entscheidungsfreudigkeit 38 Planungsmethode "Produkt und Qualität" 39 Maßnahmen- und Funktionsvielfalt 41 Strukturvielfalt 42 Planungsmethode "Zustandsunterschiede" 46 Intensivieren und extensivieren 48 Planungsbeispiel Pflegehof 50 Durchlässigkeit und Hypothesen 52 Planungsmethode "Möglichkeitenplanung" 53 3 Planungsprozess und Planungsrahmen 55 Planungsprozess 56 Genehmigungsplanung 64 Aus dem Blickwinkel der Behörde 66 Selbstversorgung oder Landwirtschaft - eine juristische Balance 72 Planungsbeteiligte 79 Freianlagen und Architektur 80 Beteiligung: gemeinsam gestalten 88 4 Landschaften lesen 95 Eine andere Art zu sehen 96 Ich wundere mich 98 Wie entstehen eigentlich Landschaften? 101 ... und was ist davon menschengemacht? 108 Planungsmethode "Sektoren und Bestandsmuster" 113 5 Beobachtung und Strategien in der Landschaft 119 Erwandern und Downloaden 120 Geodatenbanken und Computeranalyse 122 Irak: Ansätze in einer zerstörten Landschaft 132 Mikroklima 138 Vegetation und Architektur 146 Wasser 158 Planungsmethode "Water, Access, Structures" 161 Planungsbeispiel Wassermanagement 170 Wege und Zonen 174 Planungsmethode Zonierung 174 Boden und Topografie 184 Vegetation 192 Ökosystemverständnis 202 Einheimisch oder zugezogen 210 Tiere 212 Planungsmethode Animal-Aided Design 219 Menschen 222 Soziale Dynamiken 228 Planungsmethode Maximalplanung 232 Epilog: Der Ertrag eines Systems 240 Anhang 243 Methodensammlung 244 Endnoten 248 Bildnachweis 251 Die Autor:innen 252 Register 253