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"Die Hochzeit des Figaro" gilt als Höhepunkt der Oper und eines der größten Werke des Genies Mozart. Es begründet die Zusammenarbeit zweier Meister ihres Fachs: Des Komponisten Mozarts, mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte. Die literarische Vorlage war ein Skandalstück, das den Autoren ins Gefängnis brachte, der Zensur zum Opfer fiel und überhaupt für Furore sorgte. Ludwig XVI urteilte: "Wenn ich dieses Stück genehmigen würde, müsste ich konsequenterweise gleich die Bastille einreißen." Doch "Figaros Hochzeit" ist nicht nur ein gesellschaftskritisches Stück mit enormer Sprengkraft, sondern im gleichen Maße auch eine Komödie - und zwar eine mit enormen Tempo. Da fällt es manchmal gar nicht so leicht, die Übersicht zu behalten. "Opera re:told" setzt genau dort an und präsentiert die Geschichte im neuen Kleid: Erzählt, nicht gesungen. Kein pompöses Orchester, keine verkopfte Inszenierung, kein überbordendes Bühnenbild. Einfach nur ein Erzähler mit der Begleitung eines Bläseroktetts und viel Leidenschaft für eine eine fesselnde Geschichte.
Schon während seines Schauspielstudiums am Mozarteum Salzburg spielte FREDERIC BÖHLE bei den Salzburger Festspielen und den "Bassa Selim" an der Staatsphilharmonie Sibiu. Eine breite Bekanntheit erlangte er durch seine Arbeit in der ARD-Serie "Rote Rosen". Sein Fokus liegt jedoch auf der Verbindung von Musik und Sprache. Als Papageno ("Der Star des Abends" SZ) war er im Prinzregententheater zu sehen. Als "Egmont" ist er unter der Leitung von Marcus Bosch zu hören. Unter der Leitung von Wolfgang Seeliger teilte er sich in Brittens "War Requiem" als Sprecher unter anderem die Bühne mit Ian Bostridge. An der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Nürnberg etc. begleitete er diverse kammermusikalische Projekte. Mit der Reihe "Opera re:told" will er Musiktheater und dessen Geschichten neu denken, neu kombinieren und neu vermitteln. Unterstützt wird er dabei von GUTENBERG WINDS, einer Gruppe von Professor:innen und Studierenden der Hochschule für Musik Mainz. Sie haben sich dem Genre der Harmoniemusik verschrieben und zeigen, wie große Melodien auch in kleiner Besetzung einen "herrlichen Effekt haben", wie schon Mozart seinerzeit begeistert erkannte.