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Studienarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Geschichte - Europa, Note: 1,0, Universität Leipzig (Institut für Kulturwissenschaften), Veranstaltung: Einführung in die Vergleichende Kultur- und Gesellschaftsgeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Literaturbericht analysiert Charlotte Tackes Aufsatz "Nationale Symbole in Deutschland und Frankreich" im Kontext der vergleichenden Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen nationale Mythen und Denkmalsbewegungen in Deutschland und Frankreich, insbesondere das Hermannsdenkmal und die Vercingetorix-Denkmäler. Nationale Selbstbilder beider Länder wurden wesentlich durch wechselseitige Abgrenzung geprägt, wie Tacke zeigt. Zugleich kritisiert sie traditionelle historiographische Dichotomien zwischen deutscher "Kulturnation" und französischer "Staatsnation". Durch einen kultur- und sozialhistorischen Vergleich arbeitet sie Gemeinsamkeiten in den Mechanismen bürgerlicher Vergesellschaftung und sozialer Distinktion heraus. Neben Tackes reflektierter Methodik und ihren Beitrag zur internationalen Vergleichsgeschichte werden auch begriffliche Unschärfen im Verständnis von "Bürgertum" und "bürgerlicher Gesellschaft" untersucht. Insgesamt verdeutlicht Tackes Analyse die Relevanz transnationaler Perspektiven für die historische Forschung.