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In der ostasiatischen Tradition des Mah-y-na gilt die Tiantai-Lehre als eine der ersten und historisch einflussreichsten Schulen des chinesischen Buddhismus. Eines der frühen Hauptwerke, das noch heute als Lehrgrundlage für Praktizierende in ganz Ostasien dient, wurde von dem gelehrten Mönch Zhìy- (538-597) verfasst und trägt den Titel 'Das große Ruhen und Kontemplieren'. Sein umfangreicher Textkorpus berücksichtigt die damals in China bekannte indisch-buddhistische Lehrliteratur, die ab dem zweiten Jahrhundert n. Chr. in die klassische chinesische Schriftsprache übersetzt wurde. Es ist der erste Text der chinesischen Tradition, der eine komplexe Hermeneutik vorlegt, die der doktrinären Vielfalt in der übersetzten Lehrliteratur eine innere Einheit zuspricht und das Erfassen derselben mit der Introspektion, das heißt mit der geistigen Selbstbeobachtung, verknüpft. In dieser Verbindung definiert der Text nicht nur das Wesen der buddhistischen Praxis, sondern entwickelt auch eine an der Exegese ausgerichteten Theorie von ihr. 'Das allumschließende Dekonstruieren' ist das philosophisch relevanteste Kapitel, da es sich mit der wahren Erkenntnis aller Täuschungen und der existenziellen Bedeutung dieser Erkenntnis sowie der der Täuschung beschäftigt. Mit der philosophischen Praxis des dekonstruierenden Kontemplierens der Geistesaktivität beschreibt Zhìy-s Werk die ambivalente Signifikanz des unausweichlichen Scheins für die Gestaltung unseres Daseins, die sich in der Einheit von vita contemplativa und vita activa erfüllt.