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Wie lässt sich politische Gewalt in literarischen Texten darstellen - und welche Formen von Widerstand kann Literatur selbst hervorbringen? Das Buch untersucht literarische Strategien der Darstellung politischer Gewalt im Werk ausgewählter Autor:innen aus narratologischer, literatur- und kulturwissenschaftlicher sowie leibphänomenologischer Perspektive. Im Zentrum steht das Spannungsverhältnis zwischen "Gewalt in der Literatur" und "Gewalt der Literatur" sowie die Frage nach Möglichkeiten eines ästhetisch-textuellen Widerstands. Anhand der Autor:innen Marcel Beyer, Herta Müller und Juli Zeh zeigt die Analyse unterschiedliche Umgangsweisen mit diesem Spannungsfeld: Während einige Texte explizit auf Gewaltförmigkeit der Literatur und ästhetischen Widerstand zielen, werden solche ästhetischen Ansprüche in anderen Fällen zwar reflektiert, aber in der literarischen Praxis nicht konsequent eingelöst.
Zoltán Mikoly ist promovierter Literaturwissenschaftler und Universitäts-oberassistent am Institut für Germanistik der Universität Debrecen in Ungarn. Er studierte Germanistik und Hungarologie in Debrecen. Seine Forschung befasst sich mit der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, der politischen Literatur sowie der Narratologie.