Veranstaltungsarchiv

 

Haben Sie sich schon einmal im Mai verliebt? Schriftsteller antworten auf Fragen des Lebens

15.01.2026 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Buchdisko
Preis: 5 Euro

Buchvorstellung mit Tobias Roth und Oliver Matuschek

Braucht man zum Dichten Schlaf und Zigaretten? Welche stilistische Phrase hassen Sie am meisten? Was würden Sie tun, wenn Sie die Macht hätten? Was soll mit den zehn Geboten geschehen? Darf der Dichter in seinem Werk Privatpersonen portraitieren? Wie sieht Ihr Bücherkoffer für eine Südseefahrt aus? Was halten Sie von der Eifersucht? Sind Sie abergläubisch? Zeitungen und Zeitschriften fragen, Autorinnen und Autoren beginnen zu plaudern: über ihre alltägliche Arbeit, über ihre nächsten Projekte, über die große Politik, oder aus dem Nähkästchen.
Im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhundert nehmen Massenmedien und Starkult an Fahrt auf, das Interesse an der persönlichen Meinung von Autorinnen und Autoren wächst: Es ist die große Zeit der Rundfragen. Antworten auf diese großen und kleinen Fragen des Leben versammelt nun erstmals der von Oliver Matuschek und Tobias Roth zusammengestellte Band: Dutzende Fragen, die von persönlichen Gewohnheiten, Arbeitsweisen und Zukunftsplänen bis in die Politik und zu den großen Fragen des Lebens reichen. Die Antworten rangieren dabei, je nach Temperament und Terminkalender, zwischen Aphorismus und Essay.Der kurzweilige Band gewährt so nicht nur Einblicke in die Arbeits- und Gedankenwelt der Autorinnen und Autoren, sondern zeigt auch eine überraschend moderne Medienlandschaft, inder künstlerische Selbstdarstellung und kultivierter Voyeurismus zusammenfinden. Rede und Antwort stehen Bertolt Brecht, Max Brod, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Bruno Frank, Gerhart Hauptmann, Hermann Hesse, Ricarda Huch, Klabund Else Lasker-Schüler, Emil Ludwig, Mechthilde Lichnowsky, Klaus und Thomas und Heinrich Mann, Robert Musil, Erich Mühsam, Luigi Pirandello, Alfred Polgar, Joachim Ringelnatz, Joseph Roth, Arthur Schnitzler, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Robert Walser, Carl Zuckmayer, Stefan Zweig, und sehr viele andere.
Das Buch ist 2025 im Verlag DAS KULTURELLE GEDÄCHTNIS erschienen.


 

riss. lichte schiefgedichte

21.11.2025 19:30 Uhr

riss.
lichte schiefgedichte (Alexander Verlag Berlin, 2025)

Buch-Performance von Manos Tsangaris, Stefan Kraus und Hyun-Jung Berger

Kann man der Gegenwart anders begegnen als in Zwischenräumen? "riss" ist ein Buch der lakonischen Perspektiven auf unvernünftige Zustände. Mit kurzen Texten – lichten schiefgedichten – und Momentaufnahmen aus dem Alltag werden Lichtblicke im vermeintlich Marginalen aufgesucht. Das falsch Gereimte und der nüchterne Blick werden als Form dafür gelobt, wenn Vernunft und Logik nicht länger gesellschaftliches Handeln bestimmen.
Als Spiegel einer haltlosen Zeit beschreibt die Dramaturgie der Zwischenräume von Text und Bild eine Präzision im Ungefähren. "riss" ist das zweite Buch des Autorenduos Manos Tsangaris und Stefan Kraus und soeben im Alexander Verlag Berlin erschienen. Für die Buchvorstellung in der Buchdisko wird eine performative Version entwickelt, bei der die Gedichte von Manos Tsangaris, die Lichtbilder von Stefan Kraus und das Spiel der Cellistin Hyun-Jung Berger aufeinander reagieren.


 

Buchvorstellung mit Isabel Fargo Cole

13.11.2025 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Buchdisko

Das ZENONZÄN – Paradoxien des Fortschritts
( Nautilus Flugschrift, 2025)

Isabel Cole im Gespräch mit Emma Braslavsky

Mit einem aufmerksamen Interesse für die großen Fragen, die über unserer Gegenwart schweben, und einem emphatischen Blick für kleine und randständige Tendenzen schreibt Isabel Fargo Cole in diesem Essayband über Sprache und Wortmaschinen der Künstlichen Intelligenz, über Postwachstum und Schöpfungsgeschichte, über den Stillstand der Lockdowns, Überwachung, linken (und rechten) Technikoptimismus und die Arbeit des Übersetzens.

»Die Texte dieses Bands erweisen sich als Essays oder Versuche im besten Sinn: Sie halten die Spannung zwischen Genauigkeit und Leidenschaft, Theorie und Erfahrung, Analyse und Intuition und formieren mit der Erinnerung an uneingelöste Möglichkeiten der Geschichte einen Widerstand gegen die Versteinerung politischer Einbildungskraft.« Joseph Vogl


 

Lesung „Sommer Ende“ mit Tobias Premper und Oskar Ansull

06.11.2025 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Buchdisko
Preis: 5 Euro

Lesung mit einer Einführung sowie automobilen Einwürfen von Oskar Ansull

Tobias Prempers Roman "Sommer Ende" (Steidl Verlag) ist spannungsgeladener Krimi, temporeiches Roadmovie und triumphale Befreiungsgeschichte in einem. Ein Berliner Ehepaar fährt übers Wochenende aufs Land. Dort erwartet sie ein Testament, das Millionen wert ist. Unterwegs geraten sie in die Hölle auf Erden: Autostaus, Horrorunfälle, Wegelagerer, die vorgeben, Gott zu sein, Entführer, Kannibalen und Napoleon. Ihr Leben wird zum Alptraum. Aber war es das nicht bereits?
"Sommer Ende" ist inspiriert von Jean-Luc Godards Kultfilm "Week-End" (1967). In lakonisch-ruppiger und absurd-poetischer Prosa entwirft Tobias Premper eine Anti-Romantik – etwa so, als würde eine Geige nicht mit einem Violinbogen gespielt, sondern mit einer Eisenstange.

"Premper spielt mit den Mitteln der Literatur und liefert selber: erstaunliche, fordernde, faszinierende Literatur."
– Stefan Gohlisch, HAZ/NP, Hannover

Entdeckung, möchte man rufen, lesen! Sich freuen! Erstaunt sein!
– Gerrit Bartels, Tagesspiegel, Berlin

Tobias Premper (*1974) ist Grenzgänger zwischen den Medien. Er arbeitet im Bild-Text- Bereich (Stichwort "Boxenbücher") und als Autor (Stichwort "Miniaturen"). Seine Bücher erscheinen im Steidl Verlag. Zuletzt: "Aber nur dieses eine Mal" (2020) und "Sommer Ende" (2025).


 

Buchpremiere im September

12.09.2025 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Buchdisko

Lisa Kränzler liest aus »INDIVIDUALVERKEHR«.

Gespräch mit Jörg Sundermeier (Verbrecher Verlag)


 

Buchpremiere im September

04.09.2025 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchdisko

BUCHPREMIEREN IM SEPTEMBER

Donnerstag, 4.9.2025 19 Uhr
Gerti Tetzner liest aus »Karen W.« .

Gespräch mit Nele Holdack
(Aufbau Verlag)