Nach einer gescheiterten Beziehung flüchtet Hanna, Mitte dreißig, nach Berlin. Die Zeichen für einen Neustart stehen gut. Sie lernt Taner kennen, der sich tatsächlich dasselbe wünscht wie sie: ein Baby. Doch nach zwei Jahren ist Hanna noch immer nicht schwanger. Anfangs noch optimistisch, sucht sich das Paar Hilfe in einer Kinderwunschpraxis. Doch während um sie herum alle ganz problemlos schwanger werden, gerät Hanna, Zyklus für Zyklus immer weiter in die Mühlen der Reproduktionsmedizin. Sie sieht sich mit Terminplänen, Hormonspritzen und deren Einfluss auf ihren Körper konfrontiert. In der Beziehung beginnt es zu kriseln und Hanna verliert mehr und mehr den Mut und die Nerven, während sie doch eigentlich nur eines tun soll: entspannt bleiben. Verena Teke erzählt von neun Monaten des Hoffens und Bangens, von geplatzten Träumen und der harten Realität eines unerfüllten Kinderwunsches, von anderen Umständen, die traurig, schmerzhaft, absurd und oft auch witzig zugleich sind.
Von und mit:
Katharina J. Ferner/Jannes Hansen/Tim Holland/Anne Laubner/Andrea Lütkewitz/Lutz Steinbrück/Bastian Winkler
Gegenwärtige Gedichte mit unterschiedlichen Strömungen
Eintauchen in Beziehungsgeflechte und Abgründe erodierender Verhältnisse in Zeiten der Klimakrise.
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"Der Rhythmus von Liebe und Wut oder Die Erfindung der Familie" so der Titel des Romanprojekt von Masen Abou-Dakn, den er uns an diesem Abend präsentieren wird.
Dazu gibt es Songs von ihm aus seinem aktuellen Album "was es war und was wir wollen, dass es war".
Wir freuen uns!
Linda Sixt rezitiert Gerichtsreportagen von Gabriele Tergit, dazu werden ausgewählte Gedichte von Mascha Kaleko vorgetragen.
Begleitet mit Musik.
'Haben Sie mal darüber nachgedacht, was Zuhause für Sie bedeutet?' Gesa sucht Zuflucht, will ihr urbanes Leben hinter sich lassen. Mit ihrer Tochter Marie zieht sie in ein von Efeu umranktes Haus. Sie schließt sich einer Landkommune an, die ihre Sehnsucht nach Ursprünglichkeit teilt und den beiden Schutz verspricht. Doch etwas stimmt nicht. Gesas Körper wehrt sich, als würde er vergiftet. Woher kommen die Symptome? Und was haben sie mit ihrer Vergangenheit zu tun? 'Es gibt sie wirklich, die ewige, die alte Sehnsucht, bleiben zu können, ein Zuhause zu haben. Feinnervig erzählt Maren Wurster von einer schmerzlichen Suche und dem Mut, den eigenen Weg im dystopischen Dickicht zu finden.
Der Abend wird moderiert von LENE ALBRECHT.
Wir freuen uns drauf.
Eine Platzreservierung wird empfohlen.
ES IST ENDLICH ZEIT, SICH AN DAS LEBEN ZU VERSCHWENDEN.
Jakob wird fünfzig und hat keine Lust zu feiern. Was denn auch: das Alleinsein? Die berufliche Bedeutungslosigkeit? Das endgültige Ende aller Aufbrüche? Doch dann geht er hinein in diesen Tag, und wie von Zauberhand geführt begegnen ihm die Menschen seines Lebens, die er an die Zeit verloren glaubte.
Das Fest ist ein so melancholischer wie heiterer Roman über einen Wendepunkt im Leben, über den Blick zurück und die erwachende Freude auf den ganzen Rest. Von einer Erzählerin, die das Tiefe ganz leicht erscheinen lässt.
Lucy Fricke wurde in Hamburg geboren und lebt in Berlin. Für ihre Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt war sie Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Ihr Roman Töchter erhielt 2018 den Bayerischen Buchpreis, wurde in acht Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt.
Wir freuen uns auf den Abend mit Behzad Karim Khani!
Er liest aus ALS WIR SCHWÄNE WAREN. Nach der Lesung gibt es die Möglichkeit mit ihm ins Gespräch zu kommen und natürlich die Bücher signieren zu lassen.
Aus dem Inhalt: "Ein Junge, der sich eine Gewalt herbeisehnt, die eine Kuhle hinterlässt mit den Umrissen Deutschlands. Er lebt in einer Siedlung, wo die Küchen keine Abzüge haben, und in deren Fluren es nach Armut, Majoran und Etagenbetten riecht. Es sind die 1990er und er ist mit seiner Familie aus dem Iran ins Ruhrgebiet geflohen. Die Mutter ist Soziologin, der Vater ein Schriftsteller, in dessen Sprache es fünfzehn verschiedene Begriffe für Stolz gibt. Deutschland erlebt er als Kränkung und wird zum Beobachter. Erschöpft sich dabei, das Land zu begreifen, während die Mutter an das An- und Weiterkommen glaubt und die Wut des Sohnes immer ungehemmter wird. Denn auf den Straßen seines Viertels herrscht eine Gewalt, von der die Eltern wenig mitbekommen.
Ein Roman über ein tristes Land. Über die Diaspora als Heimat. Über die Freiheit im Fremdsein. Über kaputte Aufzüge und die Wahrheit der Schwäne."
Behzad Karim Khani wurde in Teheran geboren und wuchs in einer Künstlerfamilie auf. Er war noch keine zehn Jahre alt, als er mit seinen Eltern nach Deutschland kam und sie sich im Ruhrgebiet niederließen. Seit 2003 lebt er in Berlin-Kreuzberg. Sein Debütroman Hund, Wolf, Schakal erschien 2022 bei Hanser Berlin.
In jeder Geschichte in diesem Buch schwingt es mit: Pflanzen zeigen uns jeden Tag, dass alles mit allem verbunden ist. Sie schaffen sich ihre Lebensgrundlage immer selbst, immer aufs Neue. Und so werden sie immer wieder zum Mittelpunkt unseres Lebens: In Hongkong bauen die Spinnenmenschen auf Bambusgerüsten die höchsten Wolkenkratzer der Welt. In Flandern, mitten auf einem Schlachtfeld voller Mohnblumen, schöpft ein Dichter wieder Hoffnung. In der Lausitz gewinnen die Menschen in einem uraltem Verfahren Fasern aus den Stängeln von Flachs und verweben sie zu einem Stoff, dem Leinen. Und in Wien funkeln die Sterne der Alpen in den Haaren der Kaiserin. Florian Weiß und Lucia Jay von Seldeneck versammeln in ihrem neuen Werk 30 Pflanzen und erzählen in Text und Bild eine Geschichte zu jeder Pflanze. Inspiriert von historischen Pflanzenbüchern und der Ästhetik alter Karteikarten verbindet das Berliner Designstudio Wu die Erzählungen und Illustrationen zu einem Gesamtkunstwerk.
Extrem - Extremer - Swedish Metal Anfang der 1990er revolutionierte schwedischer Death Metal die Musikwelt. Mit Bands wie Entombed, Dismember und At the Gates befand sich das Land an der Spitze einer neuen Bewegung, bevor Black Metal die Extreme noch stärker ausweitete. Aber wie hat alles angefangen? Warum wurde Schweden zu einer Brutstätte dieser aggressiven und ungebändigten Musik? Und wer sind die Menschen, die vorangetrieben haben? Blut, Feuer, Tod: Eine Geschichte des schwedischen Metal erzählt die Entwicklung des Genres von den Rock-Vorreitern der Siebziger über die satanischen Auswüchse der Neunziger bis zu den vielfältigsten Erscheinungsformen der heutigen Szene. Das spannende Buch konzentriert sich auf die Phänomene, welche die Szene in ihrem Wandel vorangetrieben haben, der nicht nur auf musikalischer, sondern auch auf ästhetischer und ideologischer Ebene stattgefunden hat. Diese beinahe unglaubliche Geschichte wurde bislang noch nie so leidenschaftlich und brillant recherchiert und detailgetreu erzählt.
Die Veranstaltung wird von der Schwedischen Botschaft Berlin unterstützt.
Ika Johannesson ist eine der renommiertesten schwedischen Musikjournalisten. Sie war Chefredakteurin des Interviewmagazins Tidningen Sex und arbeitet aktuell als Redaktionsmitglied der Kultur-News des schwedischen Fernsehens.
Kaleb Erdmanns Debütroman vereint die Präzision eines satirischen Posts mit der Dringlichkeit eines Bildungsromans
Bruckner und seine Partnerin Vero suchen das richtige Beziehungsmodell, den richtigen Wohnort, den richtigen Job, den richtigen Wohnzimmerschrank, kurz: das richtige Leben. Seit mehr als zehn Jahren sind die beiden ein Paar, jetzt ist ein Baby unterwegs, auf das sich beide freuen. Und das sie zum Nachdenken bringt.