Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss.
Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem neuen Roman sichtbar. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten. Nelka beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel - und bewahrt die Erinnerung an sie.
Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte und lebt und arbeitet in Berlin und Schleswig-Holstein.
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Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst angesichts des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert. Ein wunderbares Buch über die Prise Verrücktheit, die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns.
Paulo Coelho wurde 1947 in Rio de Janeiro geboren. Seine Romane wurden Weltbestseller, in 89 Sprachen übersetzt und über 320 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher regen zum Nachdenken an und dazu, den eigenen Weg zu suchen. Er lebt mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf.
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Mit Mitte fünfzig zieht der Erzähler zu seiner Mitte achtzigjährigen Mutter aufs Land, um dort an einem Roman zu schreiben. Es werden ereignisreiche Wochen, in denen er durch die Hilfe seiner Mutter aus einer tiefen Lebenskrise findet. Nachdem er in Wien von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfen wurde, hofft Joachim Meyerhoff, durch einen Neuanfang in Berlin wieder Fuß zu fassen. Doch alles kommt anders als gedacht. Die neue Stadt zerrt an den Nerven und die künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspieler fällt ihm von Tag zu Tag schwerer. Der Erzähler verlässt Berlin und zieht zu seiner Mutter nach Norddeutschland, die auf einem herrlichen Grundstück unweit vom Meer ein sehr selbstbestimmtes Leben führt. Mutter und Sohn sind sich immer schon sehr nah gewesen, aber diese gemeinsamen Wochen werden zu einer besonderen Zeit. Der Sohn klinkt sich ein in den Tagesablauf der Mutter, beginnt zu schreiben und findet allmählich heraus aus Zorn und Nervosität, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben.
Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, hat als Schauspieler an verschiedenen Theatern gespielt, unter anderem am Burgtheater in Wien, am Schauspielhaus in Hamburg, an der Berliner Schaubühne und den Münchner Kammerspielen. Dreimal wurde er für seine Arbeit zum Schauspieler des Jahres gewählt. 2011 begann er mit der Veröffentlichung seines mehrteiligen Zyklus 'Alle Toten fliegen hoch'. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.
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Bo ist 89, und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, sind Bos Tage viel zu lang. Sein Kontakt beschränkt sich auf seinen Hund Sixten und die täglichen Besuche vom Pflegedienst. Hans, sein Sohn, kommt dagegen nur selten vorbei und traut ihm vor allem gar nichts mehr zu. Jetzt will er ihm auch noch den Hund wegnehmen. Dabei braucht Bo seinen geliebten Vierbeinigen so dringend wie noch nie. Warum versteht das niemand? Der drohende Verlust seines Hundes bringt Bo dazu, die Schlüsselmomente seines Lebens zu überdenken.
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ist ein brillant geschriebener, weltweit gefeierter Roman voller Witz und Wärme über das, was im Leben wichtig ist und uns mit Zuversicht erfüllt.
Lisa Ridzén, geboren 1988, ist Doktorandin der Soziologie und erforscht Männlichkeitsnormen in den ländlichen Gemeinden im hohen Norden Schwedens, wo sie selbst aufgewachsen ist. Heute lebt sie mit ihrem Hund in einem kleinen Dorf außerhalb von Östersund. Die Idee zu ihrem Debütroman 'Wenn die Kraniche nach Süden ziehen' entstand, als sie ein Heft mit Notizen entdeckte, die das Pflegeteam ihres Großvaters der Familie nach dessen Tod hinterlassen hatte. Während des Schreibens besuchte Lisa Ridzén die Långholmen Writers Academy. Ihr Roman wird von Presse und Lesern weltweit gefeiert, erhielt zahlreiche Preise (2024 Best Book of the Year und Swedish Bookseller Award) und erscheint in 42 Ländern.
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Arthur Opp, einst Literaturprofessor, hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen und wiegt mittlerweile 250 Kilo. Die wenigen Schritte zur Haustür, um Lieferungen entgegenzunehmen, sind seine tägliche Herausforderung. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der 17-jährige Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Doch während er um seine Zukunft ringt, hält ihn die Sorge um seine kranke Mutter in Atem. Arthur und Kel sind zwei Menschen, die auf unterschiedliche Weise erfahren haben, wie sich Einsamkeit in ein Leben einschreiben kann. Als sich Kels Mutter, einst Arthurs Studentin, nach Jahren der Funkstille mit einem verzweifelten Hilferuf an Arthur wendet, nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die alte Wunden aufreißt, aber auch neue Wege freilegt und eindrücklich zeigt, wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann.
Liz Moore, geboren 1983, hat zunächst als Musikerin in New York gearbeitet und anschließend begonnen, Romane zu schreiben. 'Der andere Arthur' ist 2012 unter dem Titel 'Heft' in den USA erschienen und Liz Moores zweiter Roman. Bei C.H.Beck erschienen bereits ihre Bestsellerromane 'Long Bright River' (2020) und 'Der Gott des Waldes' (2025), mit dem sie auch in Deutschland wochenlang unter den Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste stand. Liz Moore lebt mit ihrer Familie in Philadelphia.
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Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet sie keine Ruhe mehr und holt sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoë Boehm. Gemeinsam bringen die beiden Frauen mehr Geheimnisse als Antworten ans Licht - Menschen, die lange für tot gehalten wurden, weilen unter den Lebenden, während sich immer mehr schnell zu den Toten gesellen. Vom ruhigen, abgründigen Pflaster Oxfords in ein Netz aus Verschwörungen von hochoffizieller Seite.
Mick Herron, geboren 1963 in Newcastle-upon-Tyne, studierte Englische Literatur in Oxford, wo er auch lebt. Seit 2024 ist er Mitglied der Royal Society of Literature. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Theakston's Old Peculier Novel of the Year Award, dem Raymond Chandler Award sowie dem Premio Pepe Carvalho; für sein Lebenswerk erhielt er 2025 den CWA Diamond Dagger. Seine Romane wurden in 29 Sprachen übersetzt.
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In einem Smarthome in nicht allzu weit entfernter Zukunft geht ein kleines Gerät seiner liebsten Tätigkeit nach: Scout, ein Staubsaugerroboter, hört gern zu, wenn sein Besitzer Harold seiner schwerkranken Frau Edie vorliest. Als sie stirbt und Harold in seinem Schmerz zu versinken droht, machen es sich Scout und die anderen Haushaltsgeräte zur Aufgabe, ihrem Menschen zu helfen. Denn in der hochtechnisierten Umgebung, die auf den ersten Blick perfekt scheint, zeigen sich Risse, und Scout beginnt zu verstehen, dass die Welt nicht nur aus Schaltkreisen besteht.
Ein kleiner Staubsauger erobert die Herzen - ein liebenswerter Roman über die große Frage, was uns eigentlich menschlich macht.
Glenn Dixon lebt in Calgary, Kanada. Er spielt in verschiedenen Bands und schreibt unter anderem für National Geographic, die New York Post und Psychology Today. Bevor er Schriftsteller wurde, unterrichtete er zwanzig Jahre lang an einer Highschool.
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Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der Familie zu halten. Als Frau darf sie die Schiffe in den Schären nicht selbst geleiten. -Doch als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, steht -die schwangere Kristiane -allein da mit Mutter und Schwester; man will ihnen das Lotsenmandat entziehen. Auf der Suche nach jemandem, der ihnen eine Zukunft gewähren kann, gerät sie in tiefen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.
Trude Teige ist eine der bekanntesten Autorinnen und Journalistinnen Norwegens. In ihren Romanen bietet sie bewegende Einblicke in unbekannte Stücke unserer Geschichte. Ihre Werke, u.a. 'Als Großmutter im Regen tanzte', standen monatelang auf den Bestsellerlisten. Trude Teige wuchs als Tochter eines Fischers an der norwegischen Westküste auf. Dort hatte sich ihre Ururgroßmutter einen Platz in der traditionellen Männergesellschaft erkämpft - die Inspiration zu Trude Teiges erstem Roman, 'Der Gesang der See', der sie als Autorin bekannt machte und jetzt zum ersten Mal auf Deutsch vorliegt.
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